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FAQ für neue Gleitschirm-Mitglieder im DCB

(Darf auch von allen anderen Neugierigen gelesen werden!)

Dieser Fragen- und Antwortenkatalog geht davon aus, dass Du über unseren Platz und den Verein noch wenig weißt.
Wurdest Du von unserer Flugschule ausgebildet?
Hast Du als Gastpilot bei uns schon am Windenschlepp teilgenommen?
Dann weißt Du schon mehr als ein Pilot, der zum ersten Mal in Altes Lager ist.

Abfall entsorgen, aber wie? Genau so wie im Gebirge: Nimm ihn mit nach Hause. Das gilt auch für Zigarettenkippen und Wasserflaschen. Am Startplatz und im Lepo sieht es manchmal aus wie bei Hempels unterm Sofa! Auch die Absicht, auf Strecke zu gehen, berechtigt Dich nicht, Deinen Müll am Startplatz liegen zu lassen. Und was berechtigt Raucher dazu, mit ihren Kippen die Gegend zu verschandeln?

Arbeitseinsatz: 2 x jährlich (März und November) finden Arbeits- einsätze statt. Dabei wird regelmäßig das Flugplatzgelände gepflegt: Schleppstrecken planieren (Wildschweinschäden) , Ginster usw. roden, Bäume fällen. Reparaturarbeiten aller Art, Aufräumen, Ausmisten usw. Die Einladung dazu erfolgt per Email.

Ausklinken beim Windenschlepp: Beinzeichen geben, WF nimmt Zug weg, ausklinken. Wenn der WF auf Deine Beinzeichen nicht reagiert, klinkst Du nach eigenem Ermessen aus.
Keinesfalls wird die Winde am Schleppseil überfliegen !
Ein lebensgefährlicher Lockdown wäre die Folge.
Kurz vor der Winde kann auch unter Last geklinkt werden, ohne dass der Schirm vorschießt. Wenn Du nach dem Ausklinken eine Klinkenhälfte anhebst, kannst Du sehen und spüren, dass Du tatsächlich vom Seil getrennt bist. Es gab schon Fälle, bei denen der Pilot trotz Betätigung der Klinke nicht vom Seil getrennt war. Das kann üble Folgen haben. Eine hörbereite Funke (Kanal 52) trägt auch hier zu Deiner Sicherheit bei!

DCB-Forum https://dcb.org/forum/
Dieses Forum gibt es seit April 2019; es soll dem vereinsinternen Gedankenaustausch dienen. Hier können auch Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden, nicht auf dem internen eMail-Verteiler.
Wenn Du mitmischen willst, registriere Dich bitte unter Deinem Klarnamen. Auch ein Avatarfoto ist hilfreich, denn der Verein hat immerhin 200 Mitglieder; viele kennt man gar nicht persönlich.

Duschen Da wir bislang leider noch keine Thermalquelle gefunden haben, wird fürs Duschen ein moderater Obolus von 1 € erhoben. Auf dem Flur vor der Dusche befindet sich ein Briefkasten zum Geldeinwurf.

Fehlstarts an der Winde passieren den besten Piloten. „Jetzt halte ich den ganzen Laden auf“, denkt man nach dem 2. missglückten Versuch. Nach drei Fehlstarts hintereinander solltest Du Dir eine Pause gönnen und die anderen vorlassen. Damit schaffst Du Dir selbst Luft, Zeit zum Entspannen und Nachdenken, warum es nicht klappte und Zeit zum Zuhören, was „alte Hasen“ Dir als Ursache sagen. Oft weiß man ja selber nicht genau, warum es nicht geklappt hat.

Feuerwehr-Fahrzeug: Das ist ein weißer Kleinlaster, der mit Handfeuerlöschern und Notfallausrüstung (Krankentrage, Verbandskästen, Spaten, Schaufel, Spitzhacke, Brechstange, Säge usw.) ausgestattet ist. An einer Fensterscheibe auf der Beifahrerseite befinden sich Notfallpläne mit Rufnummern, Verhaltenshinweisen, usw.
Die Feuerwehr muss in Startplatznähe auf einer Betonfläche geparkt werden, aber nicht auf der Landebahn. Immer rückwärts und mit geschlossenen Türen einparken, so dass im Notfall nicht rangiert werden muss.

Fundsachen: siehe “Verlust von Gegenständen”

Funk: Der Funk zwischen Winde, Start und Lepo läuft mit LPD-Geräten auf Kanal 52, 434,350 Mhz. Die vereinseigenen Funken, die auf diesen Kanal eingestellt sind, erkennst Du an einem gelben Schlüsselband. Die Geräte mit blauem Schlüsselband kommen nur zum Einsatz, wenn auf O-W entkoppelt geschleppt wird. Bei Ausklinkhöhen >450 m musst Du eine Funke dabei haben und hörbereit sein. Wenn es kachelt und die Winde abtrommeln könnte, kann der Windenfahrer das dem Piloten sagen, und ihn auffordern zu klinken. Vielleicht hat er garnicht bemerkt, dass er rückwärts fliegt. Bei Mischflugbetrieb (siehe dort) muss der Startleiter auch eine Flugfunke bedienen. Damit setzt er eine „Blindmeldung“ ab: „Windenstart in 1 Minute“. Das hören die Ul-ler ab und ziehen die Handbremse an. Ebenso müssen startbereite UL auf diesem Weg ihre Startabsicht ankündigen. Wenn der UL-Start anfragt, ob sie starten dürfen, heißt die Antwort: „Startfreigabe – wir warten“, oder “negativ, wir starten gerade”.
Wenn ein Fluggerät (egal ob GS, HG oder UL) im Endanflug ist, pausiert der Windenschlepp. Der Startleiter meldet dem Windenfahrer: „Wir warten UL-Start / -Landung bzw. GS-Landung ab“.

Gastpiloten an der Winde müssen einmalig eine Enthaftungserklärung unterschreiben (A4 – Mappen im Startwagen). Dann findet eine mündliche Einweisung durch ein erfahrenes Mitglied statt, das auch die Enthaftungs- erklärung gegenzeichnen muss.
Jeder Windenschlepp kostet 10 €. Wer mit großen Scheinen bezahlen will, läuft Gefahr, dass kein Wechselgeld vorhanden ist. Der Gast bekommt ein Ticket aus dem Kleintresor am Startwagen. Überzählig gekaufte Tickets können später abgeflogen werden. Das Ticket wird am Start dem Startleiter übergeben. Der gibt die 3 Endziffern an die Winde durch und entwertet das Ticket durch zerreißen.
Für Gastpiloten gibt es Helmaufkleber. Die sind auch im Startwagen oder in dessen Kleintresor. Wie man den öffnet, verrät Dir ein Mitglied vor Ort.

Groundhandling am Startplatz: In der Wartezeit bis zum nächsten Start kannst Du Dich als Startleiter oder als Lepofahrer verdient machen, Du kannst die Zeit aber auch zum Groundhandling nutzen. Mache das aber nicht in der Schleppstreckenachse! Der WF hätte dann 2 aufgezogene Schirme im Visier; er kann nicht sehen, welcher Schirm am Seil hängt. Das ist ein Sicherheitsrisiko und wird mit Gebrüll „Schirm runter“ quittiert. Gehe mindestens 50 m beiseite – aber nicht in die Landezone. Frage im Zweifelsfall!
Auch einlandende (UL-)Piloten wollen zweifelsfrei erkennen können, ob jemand nur groundelt oder ob ein Windenstart unmittelbar bevor steht.

Gurtzeug einstellen: Wenn bei Windenschleppbetrieb das Windenshelter leer ist, kannst Du dort Dein Gurtzeug aufhängen um die Einstellungen zu optimieren.

Hausrecht: Jedes Mitglied übt gegenüber platzfremden Personen das Hausrecht aus. Das ist besonders dann auch durchzusetzen, wenn der Flugbetrieb gefährdet wird. Stellt Euch als Vereinsmitglieder und Inhaber des Hausrechts vor und weist die Eindringlinge ebenso freundlich wie bestimmt darauf hin, dass sie
a) sich trotz Verbotsschilder unbefugt auf Privatgrund bewegen, und
b) sich und andere gefährden.
Selbst- und fremdgefährdendes Verhalten ist den Übeltätern meist nicht bewusst und muss daher erläutert werden.
Bei agressivem Verhalten deeskalierend verhalten, Unterstützung anfordern, KFZ-Kennzeichen fotografieren, Vorstand informieren.
Jedes Mitglied kann auch ein Hausverbot aussprechen.

Hunde sind gern gesehene Gäste, wenn sie sich “anständig” benehmen. Unangeleint herumtoben geht nicht, am Startplatz über ausgelegte Schirme hoppeln und startende Piloten jagen erregt Missfallen.

Kinder sind willkommen auf unserem großen Spielplatz. Wenn mehrere Eltern ihre kleinen oder großen Zwerge mitbringen – umso besser. Es muss aber gewährleistet sein, dass die weder sich selbst noch andere gefährden. Auf den Betonflächen fahren Autos – also off limits. Eltern, die fliegen wollen, suchen sich vom “Bodenpersonal” jemanden, der das Schätzchen im Auge behält.

Kraftstoffversorgung: Das e-mobile Zeitalter ist im DCB noch nicht angebrochen. Ob Feuerwehr, Lepo oder Winde, alles frisst Benzin oder Diesel. Der wird nicht von den Kölner Heinzelmännchen gebracht; er muss von der Tanke in Kanistern geholt werden.
Das geht so: Im (rechten) Seitenbunker des Windenshelters werden volle Kanister aufbewahrt. Benzin in Blechkanistern, Diesel in Kunststoffkanistern. Leere Kanister stehen im Windenshelter links.
Nachdem alle notwendigen Fahrzeuge herausgefahren wurden, Zündung an, etwas warten, Tankuhren ablesen. Falls betankt werden muss: Fahrbare „Tankstelle“ aus Shelter holen, Kanister oben reinstellen und mit Schlauchpumpe Fahrzeug betanken. Überlauf vermeiden!
Falls Sprit gekauft werden muss: Dazu muss beim Kassenwart, der in der Nähe wohnt, die „Tankkarte“ abgeholt werden, und mit der fährt man zur Aral-Tanke in AL. Näheres erklärt Dir ein Mitglied. Die Sache dauert eine gute halbe Stunde.

Landen, wie, wo, und warum nicht? Es ist verboten, eine aktive UL-Piste in weniger als 150 m Höhe zu überfliegen und auf der UL-Piste zu landen. Du könntest dadurch ein eventuell einlandendes UL vielleicht zu (riskanten) Ausweichmanövern zwingen. Unser Platz ist so groß, dass man in Versuchung kommt, sich eine schlampige Lande- einteilung anzugewöhnen. Das geht zwar, lässt Dich aber alt aussehen, wenn Du im Urlaub woanders auf einem viel kleineren Platz oder mit mehreren anderen Piloten gleichzeitig (Bassano!) landen musst.
Die vorgeschriebenen Landevolten sind einzuhalten! Beinahe-Kollisionen zwischen landenden und startenden Piloten sind bei uns sehr unbeliebt. Wo welche Landevolte vorgesehen ist, siehst Du hier:

https://www.dcb.org/startseite/karte-des-slp-altes-lager/

Wenn Du es bei einer Platzrunde nicht zurück zum Startplatz schaffst, reicht es vielleicht noch bis zur Winde oder neben der Schleppstrecke. Dann nimmt Dich der nächste Lepo wieder mit zurück zum Startplatz. Was Du nicht machen solltest: a) Unterhalb Ausklinkhöhe in Schleppstrecken rumgondeln b) im Endanflug runterpumpen c) Auf der UL-Grasbahn landen,wenn dort UL-(Schlepp)betrieb stattfindet. d) Auf Beton landen e) In einer Gruppe herumstehender Leute landen, um ‘ne dicke Hose zu machen. f) In der Schleppstrecke landen, es sei denn, Du hast in niedriger Höhe eine Störung (Seilriss, Verhänger usw.)

Mailingliste Schleppverteiler schleppbetrieb@dcb.org In diesem Verteiler können sich auch Nichtmitglieder (Gastpiloten) anmelden. Hier wird informiert, wann Schleppbetrieb stattfindet, nicht auf dem internen Vereinsverteiler. Vereinsinterna haben hier nix zu suchen!

Mailingliste Vereinsverteiler flydcb@dcb.org Dieser Verteiler richtet sich nur an Vereinsmitglieder. Nur hier werden vereinsinterne Angelegenheiten bekaspert – nicht im Schleppverteiler! Über diesen Verteiler bekommst Du auch Einladungen zu Jahreshauptversammlung und zur Monatssitzung (Mosi), deren Protokolle, Mitteilungen des Vorstandes und Meinungsäußerungen von Mitgliedern. Diskussionen, Meinungsverchiedenheiten usw. werden nicht hier ausgetragen, sondern im Forum. Hier wird nur angekündigt, dass man im Forum ein neues Thema aufgemacht hat.

Mailingliste Groundhandling-Verteiler groundhandling@dcb.org Wird selten benutzt, aber wer will, der kann sich hier verabreden zum Bodenturnen auf dem Tempelhofer Feld / Lübars / Teufelsberg usw.

Mailinglisten registrieren: Hier kannst Du Dich in die Mailinglisten eintragen lassen: https://www.dcb.org/kontakt/mailinglisten/ schleppbetrieb@dcb.org

Mischflugbetrieb ist was? Kurze Antwort: Was potentiell kritisches: Eine oder mehrere Schleppwinden sind aktiv und Ultraleichtflug und -schlepp finden gleichzeitig statt. Eisern einzuhaltende Grundregel: Niemals gleichzeitig starten! Häufig starten UL und Windenschlepp-Piloten nebeneinander, so dass man sieht, wer gerade in den Startlöchern steht. Hier wird von allen Beteiligten erhöhte Aufmerksamkeit verlangt, nicht nur vom Startleiter. Auch, wenn der eine im Endanflug ist, wartet der andere mit seinem Start. Bei Mischflugbetrieb dürfen nur Vereinsmitglieder als Startleiter tätig sein. Mischflugbetrieb erfordert zwingend Flugfunkkontakt zwischen UL- und Windenstart.

Mitfahrgelegenheit: Über den Email-Verteiler schleppbetrieb@dcb.org kann man Mitfahrgelegenheiten anbieten oder suchen, statt allein durch die Gegend zu gondeln. Man spart Sprit und Abgase und hat einen Gesprächspartner für Thema Nr. 1. Eine echte win-win-Lösung. Die Höhe der Benzinkostenbeteiligung wird individuell verhandelt. Wer vormittags mit dem Auto am Bahnhof Altes Lager vorbeikommt, sieht vielleicht ein paar verdächtig aussehende Gesellen Richtung Flugplatz wanken. Anhalten, und wenigstens deren Rücksäcke mitnehmen – das kommt gut an!

Parken am Startplatz: Für Feuerwehr und private PKW gilt grundsätzlich: 1) Sofern vorhanden, wird auf Beton geparkt.
2) Nicht neben dem Startplatz parken, da Gefahr durch seitlich
einfallende Ablösungen.
3) Die Feuerwehr wird mit geschlossenen Türen so geparkt, dass sie im Alarmfall sofort startbereit ist und nicht rückwärts ausgeparkt werden muss.

Retter packen: Traditionell findet alljährlich im Februar das Packen der Retter in Berlin statt. Das Packen von Rund- und Kreuzkappen wird angeleitet vom Fluglehrer Martin Ackermann. Du wirst darüber rechtzeitig per Email informiert.

Rückwärts aufziehen an der Winde: Bei Seitenwind und / oder Hack ist der sog. Rückwärtsstart an der Winde einfacher. Du hast das noch nie gemacht? Schaue am Startplatz zu, wie es die anderen machen und übe es beim Groundhandling, bis Du das Ausdrehen mit geschlossenen Augen kannst. Schnappe Dir nun einen alten Hasen oder Deinen Paten. Der nimmt Dich beiseite, klinkt Dich in ein Vorseil ein und simuliert den sog. Rückwärtstart mit Dir, bis Du Dich traust. Vor Beginn der Startsequenz sagst Du dem Startleiter, dass Du rückwärts aufziehen willst, und ob Du rechts oder links ausdrehen wirst. Er wird das Seil entsprechend an Dich heranführen und sich selbst richtig positionieren. Außerdem meldet er dem Windenfahrer: “Pilot zieht rückwärts auf mit Auskuppeln”. (Ausgekuppelt wird, damit Du nicht in die Luft gerissen werden kannst, wenn beim Aufziehen eine harte Ablösung einfällt.) Die Meldung “Seil ist straff” wird jetzt ergänzt mit dem Kommando “Auskuppeln”. Erst, wenn der Startleiter bestätigt, dass die Winde ausgekuppelt ist, wird der Schirm aufgezogen. Wenn er sauber über Dir steht, drehst Du Dich aus, meldest “Fertig” und “Start”, und ab geht die Lucie. Der Startleiter unterstützt Dich, indem er das Seil hochhält, damit Du im Startlauf nicht darüber stolpern kannst.

Rückwärts fliegen an der Winde: Der Wind nimmt ja bekanntlich zu, wenns es nach oben geht, und so kann es schon mal vorkommen, dass die Winde es nicht mehr schafft. Das Seil wird nicht mehr aufgewickelt, sondern abgetrommelt. Wenn Du pennst, merkst Du das vielleicht zu spät und ziehst dann etliche hundert Meter Seil über den Acker. Wenn sich das irgendwo verfängt – gute Nacht! Bei Starkwind also aufgepasst, und rechtzeitig klinken. Gut, wer da eine Funkverbindung zum Windenfahrer hat. Wenn es Deine Sicherheit nicht einschränkt, klinke möglichst nicht über Bäumen aus; der Fallschirm und Teile des Seiles sind wahrscheinlich nicht mehr zu retten. Nach der Landung darfst Du bei der Suche nach dem Seil und dem Aufwickeln helfen. Das alles kann dauern, und der Schleppbetrieb muss komplett unterbrochen werden.

1 Darf auch von wissbegierigen Gastpiloten gelesen werden.

Schäden am Gemeinschaftseigentum: Auch als Pilot kann ich “Fahrerflucht” begehen, wenn mir mal was kaputt geht. Besser wäre, ich sage einem alten Hasen Bescheid. Der weiß, was zu tun ist. Kann ich den Schaden selbst beheben, ist das natürlich am besten. Ansonsten kümmert sich ein Vereinsmitglied darum – wenn es informiert wird. Wir haben für fast jeden Fall der Fälle einen “Beauftragten”.

Schlepp von Gleitschirmen: Stelle Dich am Startplatz erst nach dem 5-Punkte-Check auf, wenn Du wirklich startbereit bist. Am Startplatz bekommen manche Pilotinnen und Piloten weiche Knie, weil sie a) Neulinge sind b) lange nicht mehr an der Winde gestartet sind (Winterpause) c) einen Schirm zum ersten Mal fliegen d) einen Unfall hatten e) Schiss vor dem knackigen Seitenwind haben f) eine unerklärliche Abneigung gegen Windenschlepps haben

Sag in solchen Fällen dem Startleiter Bescheid! Er hilft Dir beim Einhängen des Schleppseiles. Er kontrolliert auf Wunsch Beschleuniger, Rettersplinte, unverdrehte Tragegurte usw. usw. und er beantragt beim Windenfahrer erhöhte Aufmerksamkeit. Kavalierstarts, die Dich aus den Stiefeln reißen, sind bei uns nicht üblich! Leichtgewichte (<60 kg Startgewicht) werden nur mit der Felixwinde und der Mohauptwinde geschleppt, nicht mit der Kochwinde. Erkundige Dich! Die Pilotenkommandos werden bei uns pingelig vorschriftsmäßig gehandhabt, wie Du es hoffentlich gelernt hast. Im Schlepp achtest Du auf eine saubere T-Stellung (90° zwischen Schleppseil und Kappe). Es ist belanglos, wenn Dich Seitenwind aus der Schleppstrecke schiebt! Kämpfe nicht dagegen an – Du verlierst! Wenn der Windenfahrer Deine Ausklink-Beinzeichen nicht sieht, klinkst Du trotzdem – auch unter Last. In niedrigerer Höhe wird der Schirm vorschießen. Fang ihn mit einem kurzen aber beherzten Bremsimpuls ab. Du bis mit Verhänger gestartet? Rumfummelei während des Schlepps und in niedriger Höhe führt womöglich zu gefährlichem Kontrollverlust. Beinzeichen geben, Ausklinken, Abfangen und ohne große Steuerimpulse landen – auch in der Schleppstrecke! Wenn der (kleine) Verhänger die Steuerbarkeit des Schirmes nicht beeinträchtigt, kannst Du eventuell weiter fliegen. Vermeide aber starke Steuerimpluse!

Schleppbetrieb Ende: Ganz Schlaue verdrücken sich kurz vor Ende Schleppbetrieb; das erspart die Mithilfe beim Abbauen. Der echte Sportsmann/frau hilft selbstverständlich beim Abbauen des Startplatzes, beim Einräumen ins Windenshelter und bei der Versorgung der Technik (z.B. Funken an Ladegeräte). Etliche Handgriffe sind dazu erforderlich; sie hier im Detail aufzuführen, sprengt den Rahmen. Augen auf und learning by doing.

Schleppbetrieb mit mehreren Winden: Ob Flugschul- oder Vereinswinden: Stehen zwei nebeneinander, sind Parallelstarts verboten. Hier sind Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein von Pilot, Windenfahrer und Startleiter gefordert. Die Flugschule hört unseren Windenschleppkanal 52 ab Gestartet werden darf erst, wenn der Seilfallschirm der anderen Winde unten und deren Blinklicht aus ist. Ausnahme 1: Auf Nord-Süd stehen 1 Vereinswinde und die Flugschulwinde in größerem Abstand zueinander. Hier darf parallel geschleppt werden. Ausnahme 2: Der Verein hat auf E – W zwei Schleppstrecken: Eine nördlich der Landebahn, zwei südlich. Die nördliche ist von den südlichen entkoppelt; hier darf also parallel geschleppt werden. Die nördliche Schleppstrecke benutzt einen anderen Funkkanal, damit es keinen Funksalat gibt. Die Schlüsselbänder dieser Funken sind blau.

Schleppstrecke Ost-West: Hier stellt der Lepo-Fahrer morgens, bevor er zur Winde fährt, im Kreuzungsbereich Taxiway-Schleppstrecke 4 Schilder (Passage verboten, Umleitung) auf. Der Pfeil auf dem Umleitungsschild muss nach Westen zeigen (tut es aber oft nicht). Das Queren der Schleppstrecke ist hier strikt verboten, da es ja eine Umleitung (im Westen) gibt. Zusätzlich wird die Schranke am südl. Ende vom Taxiway geschlossen. Ein 15 m breiter Sicherheitsstreifen der Grünfläche am Südrand der Startbahn muss von allen unverdaulichen Gegenständen freigehalten werden.

Schleppstrecke Nord-Süd: Auf dem Weg zur Winde fährt der Lepo morgens zuerst zur Kreuzung Taxiway Süd / Schleppstrecke und stellt dort 2 speziell beschriftete Warnschilder auf, die sich im Kofferraum befinden (sollten).Wenn man den Text auf den Warnschildern nicht liest, werden sie falsch aufgestellt. Dann fährt er zur Schranke im Osten, um sie zu schließen. Erst dann zur Winde fahren.Während des Schleppbetriebes auf N-S muss der Lepo immer wieder auf der Fahrt zur Winde die Schleppstrecke kreuzen und ggf. über die Schleppseile fahren. Langsam annähern! Liegen Seile aus? Nicht queren, wenn die Winde blinkt. Im Zweifelsfall per Funk Querungserlaubnis einholen: „Winde für Lepo: darf ich queren?“ Die Grasbahn zwischen Winde Süd und Taxiway Süd ist leider sehr uneben. Nicht schneller als 20 kmh fahren!

Schleppbetrieb wird wann und wie ausgerufen? Bei stabiler Wetterlage wird im Windenfahrerplan https://www.dcb.org/termine/windenfahrerplan.php am Vorabend der Schleppbetrieb auf grün gesetzt. Bei wackliger Wetterlage geschieht das vielleicht erst morgens gegen 8 Uhr. Bei sehr wackliger Wetterlage kann es auch vorkommen, dass erst vor Ort festgestellt wird, dass nicht geflogen werden kann. Innerhalb der Woche wird auch per Email über bevorstehenden Schleppbetrieb informiert.

Schleppbetrieb ruft wer aus? Das machen nur Windenfahrer, denn ohne deren Engagement geht nix. Finden sich nicht mindestens zwei dieser edlen Recken, kann das Flugwetter – auch am Wochenende – noch so schön sein.

Schleppbetrieb „eingeschränkt”. Wattn dette? Wenn es nach Streckenflugwetter aussieht, kann es sein, dass alle Windenfahrer (WF) wegfliegen wollen. „Eingeschränkter Schleppbetrieb” heißt also: Nur so lange, bis alle WFs weg sind. Ist nur noch einer da, der auch weg will, wird der Schleppbetrieb beendet oder unterbrochen. Vielleicht können sich der „Hinterbliebenen“ gegen bares von der Flugschule schleppen lassen? Vielleicht setzt sich der Schulschleppknecht auch mal kurz auf unsere Winde? Bernd Pommer hilft gerne. Wenn ein in der Nähe abgesoffener Streckenflieger seine baldige Rückkehr (vielleicht holt ihn jemand schnell zurück?) ankündigt, schleppt er vielleicht weiter. Andernfalls muss abgebaut werden, wobei sich der Windenfahrer gerne helfen lässt.

Schleppseile ausziehen: Beim ersten Seilausziehen des Tages ist es ratsam, dass jemand auf der Winde bleibt und Funkverbindung mit dem Lepo-Fahrer hält. So kann er „Lepo langsam“ und „Lepo halt“ durchgeben, bevor das Seil komplett von der Trommel abgewickelt ist2. An der Winde zeigt Dir der Windenfahrer, wie die Seile am Lepo eingehängt werden.

  • Innenspiegel einstellen und gaaanz langsam anfahren, bis beide Seile straff sind.
  • Funke an? Bei Knallsonne nicht unter die Windschutzscheibe legen; sie wird dort totgebraten.
  • Wenn Windenmotor und -getriebe noch kalt sind, besonders sanft anfahren und nicht schneller als 30 kmh, sonst reißt die Sollbruchstellenschnur. Ersatzschnur am Lepo-Schaltknüppel.
  • Reißt die Sollbruchstelle, nur gaaanz sanft bremsen oder ausrollen lassen.
  • Vor Ankunft am Startplatz runterschalten, Gas weg und schließlich ohne Bremseinsatz ausrollen lassen.
  • Meist hakt ein Helfer die Seile aus. Erst nach Klopfen auf die Heckscheibe weiterfahren.
  • Lepo neben dem Startwagen abstellen, Türen zu.

Schlepp von Drachen: Der Drachenschlepp (HG) an der Winde hat stark abgenommen, ist aber weiterhin möglich, sofern jemand auf der Winde sitzt, der auch Drachen schleppen darf. Das werden immer weniger. Heute lassen sich HG und Starre von einem UL-Trike oder einem Dragonfly direkt in die Thermik schleppen. Ein HG an der Winde braucht ein doppeltes Vorseil („Gabelseil“) aus dem Wäschekorb. Manchmal startet ein HG-Pilot im Startwagen. No problem. Als Startleiter fragt man den HG-Piloten, ob er zum erforderlichen Umklinken Beinzeichen gibt. Lass’ Dich einweisen!

Schleppstrecke absperren: Wer morgens erstmals mit dem Lepo zum Windenaufbau fährt, macht vorherdie Schranke zu und stellt auf dem Weg dorthin Absperrschilder auf. Diese Schilder sollen den Querverkehr über die Schleppstrecken verhindern oder regulieren. Lasse Dich einweisen, wenn Du diesen Job machen willst. Für die E – W – Strecke gibt es andere Schilder als für die N – S – Strecke. Wenn man den Text auf den Schildern nicht liest, stellt man sie garantiert falsch auf. Das schaffen sogar altgediente Mitglieder! Mit der letzten Lepofahrt abends werden die Schilder wieder eingesammelt. Sie bleiben im Lepo.

Signalgeber: Im Startwagen soll ein Signalgeber (Miniatur-Leuchtpistole) griffbereit liegen. Damit kann man rot schießen, wenn eine Gefahr droht oder einem anfliegenden fremden UL „Landeverbot“ signalisiert werden soll. Bis die 4 Sicherungen betätigt sind und geschossen werden kann, ist die Situation meist vorbei – es sei denn, Du nimmst das Ding gelegentlich mal in die Hand um zu sehen, wie es bedient wird. Mit ausgestrecktem Arm hoch über dem Kopf in steilem Winkel abfeuern. (Eine Gebrauchsanleitung findest Du irgendwo auf dieser Webseite) Bei Trockenheit haben die runterkommenden Reste schon den ausgedörrten Bewuchs der Flugbetriebsflächen in Brand gesetzt – also Augen auf, und keine Flachschüsse! Im Fall des Falles Feuerwehrfahrzeug einsetzen; bei Erfolglosigkeit 112 rufen.

Hier ist die Bedienungsanleitung für das Gerät: https://forum.dcb.org/nico-leuchtsignalgeber/

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Schlüssel: Im Seitenbunker an der rechten Seite vom Windenshelter befindet sich ein Tresor, in dem die Schlüssel für Windenshelter und Flachbau aufbewahrt werden. Wie man den Seitenbunker (Zahlenschloss) und den Tresor öffnet, ist Vereinsgeheimnis und wird hier nicht verraten, Wissen müssen das eigentlich nur Vielflieger und Windenfahrer. An Schlepptagen werden die Schlüssel tagsüber über eine Gartenstuhllehne im verschlossenen Seitenbunker aufbewahrt. In den Tresor kommen sie erst zu Feierabend. An diesem Schlüsselbund ist auch ein Schlüssel für den Flachbau. Nach Gebrauch unbedingt wieder an seinem festen Platz deponieren. Er wurde schon nach nerviger und zeitraubender Suche an den unmöglichsten Plätzen gefunden.

Sicherheitsstart: Wir legen großen Wert auf den sog. Sicherheitsstart, bei dem der Pilot gemächlich auf Sicherheitshöhe geschleppt wird. Erst dann geht der Windenfahrer auf die voreingestellt Zugkraft. Aus den Stiefeln soll also niemand gerissen werden. Besonders bei Starkwind kann es doch mal etwas ruppiger zugehen als gewünscht. Bitte in diesem Fall nach der Landung dem Windenfahrer eine Rückmeldung geben.

Spind: Im Windenshelter rechts findest Du eine lange Reihe Spinde. Sofern einer leer ist, kannst Du Dir den ohne weiteres abgreifen und ihn mit einem Schloss versehen. Solltest Du aber vergessen, ein Namensschild anzubringen, ist das Schloss eines Tages geknackt und der Inhalt wird entsorgt, sofern er sich Dir nicht zuordnen lässt.

Startleiter ist, wer mit bis zu 2 Funkgeräten und den Schleppseilen herumjongliert. Sie wechseln sich in unregelmäßigen Abständen nach Absprache ab („Wer macht mal Startleiter?“). Schleppen wir mit 2 Winden (und bei langer Helmreihe), kann der Startleiter einen Helfer gebrauchen. Der scheucht die Piloten an die Startplätze und bietet freie Seile an wie sauer Bier.Er hängt für einen wartenden Piloten dessen Vorseil am Fallschirm aus, so dass der Pilot mit dem Schleppklinkengefummel schon mal anfangen kann. Niemals darf sich ein Pilot an ein Seil hängen, so lange dessen Bremse noch zu ist. Das kann bei einer urplötzlich einfallenden Hammerböe sehr sehr unangenehm für den Piloten werden. Mit einer straffen Startleitung kann man die Schleppfreqenz erhöhen. Wenn alles pennt, dauert es länger, bis man wieder dran ist. Wenn Du den Job übernimmst, melde Dich mit Namen und Uhrzeit bei der Winde an; die muss darüber Buch führen! Ob ein Startleiter überprüft, dass „sein“ Pilot alle Gurte und Rettersplinte zu hat, die Tragegurte unverdreht sind usw. usw. ist umstritten. Der eine lehnt das aus Haftungsgründen ab, der andere verfährt nach der Regel „4 Augen sehen mehr als 2“. Es gibt wohl keinen Piloten, der etwas dagegen hat, wenn der Startleiter genauer hinschaut. Man kann ihn auch drum bitten! Wenn Du dem startbereiten Piloten den Schirm auslegst oder die Ohren aufmachst, ist er schneller weg – auch zu Deinem Vorteil. Der Startleiter hat auch darauf zu achten, dass nicht etwa Vereins- und Flugschulpiloten sowie UL gleichzeitig starten. Meldung an Winde: “Wir warten Flugschulstart ab”. Erst, wenn der Flugschulfallschirm am Boden ist, beginnen wir mit der Startsequenz. Bei Mischflugbetrieb dürfen nur Vereinsmitglieder den Startleiter machen. Der Startleiter hat das Recht, einen Start zu verweigern, wenn die Windverhältnisse seiner Meinung nach einen sicheren Start nicht zulassen oder wenn er den Piloten – aus welchem Grund auch immer – für nicht flugfähig hält. Wenn solche Fälle strittig sind, kann der Startleiter natürlich auch “kündigen”. Umgekehrt kann ein Pilot auch sagen: Vom diesem WF lasse ich mich nicht schleppen – warum auch immer.

Startplatz aufbauen: Nur für die Ost-West-Schleppstrecke gilt: Bevor nicht der Lepo das erste Mal mit den Seilen kommt, ist nicht klar definiert, wo der Startplatz ist3. Wer vorzeitig die Feuerwehr ausräumt, muss das ganze Geraffel u.U. 100 m weit durch die Gegend tragen. Zum Aufbau des Startplatzes gehört:

  • Windsack in LUV und ausreichender Entfernung aufstellen
  • Feuerwehr ausräumen (Startwagen, Kiste mit Vorseilen, Koffer mit Funkgeräten, bei feuchtem Boden Plastikplanen
  • GS-Rucksäcke aus Feuerwehr ausladen

Toiletten: Hier wird klar, warum Fliegen ein Männersport ist: Kein Klo weit und breit. Wenn sich wackere Weibsbilder davon nicht abschrecken lassen, bringt sie der Lepofahrer auf dem Weg zur Winde bestimmt gern zum Vereinshaus („Flachbau“), wo Frau Überlebensnotwendiges vorfindet. Falls der Flachbau verschlossen ist: siehe „Schlüssel“.

Übernachten im Flachbau: Alle Flachbaufenster sind vergittert. Im Brandfall kommt man also nur durch die Türen raus. Deren Schlösser sind so eingerichtet, dass man auch nach irrtümlichen Abschließen von außen ohne weiteres durch Drücken der Klinken von innen öffnen kann. Also keine Panik! Du kannst entweder kostenlos im 8-Bett-Gemeinschaftsschlafraum übernachten oder aber im Gästezimmer ( 3 Betten). Beides erfordert eine Vorbestellung / Buchung: https://www.webplanner.de/tools/?767c307237363635306434 Die Gebühren für das Gästezimmer: https://forum.dcb.org/wp-content/uploads/2020/02/Finanzordnung_des_DCB_aktuell.pdf

Übernachten auf dem Zeltplatz: bedarf keiner Anmeldung und ist für Mitglieder kostenlos. Wer dort Strom verbraucht, zahlt dafür einen Obulus; siehe den vorsteheden Link “…Finanzordnung” Das dauerhafte Aufstellen eines Wohnwagens, ist nicht zulässig.

Unfall: Alarmruf, vielleicht hat’s nicht jeder mitgekriegt. Auch Windenfahrer informieren. Mit einer Funke zur Feuerwehr sprinten und zur Unfallstelle fahren. Erste Hilfe leisten, über Funk Statusmeldung durchgeben, Erste-Hilfe-Ausrüstung aus Feuerwehr ausladen. Platzkundige Mitglieder lösen bei Bedarf die Alarmkette laut Alarmplan aus. Der klebt auch an einem Seitenfenster der Feuerwehr. Ersthelfer sorgen bei Verdacht auf Brüche zuerst dafür, dass der Unglücksrabe sich nicht bewegt – abgesehen von stabiler Seitenlage, wenn nötig. Bei Bewusstlosen Helm nur abnehmen, wenn ein zweiter Helfer den Nacken stabilisieren kann (Wirbelsäulenverletzung?). Bei Bedarf Beratung bei 112 einholen. Damit der Rettungswagen die Unfallstelle findet, wird er an einer verabredeten Anlaufadresse von einem Lepo erwartet, der die Lotsenfunktion übernimmt. Falls vorhanden, Rauchbombe auf feuerfester Unterlage (Spaten o.ä.) aufstellen unter Beachtung der Windrichtung. Erst zünden, wenn Eintreffen des Rettungswagens auf dem Platz gemeldet oder der Heli in Sichtweite ist. Das Rauchsignal zeigt den Rettungskräften den Unfallort besser als 1000 Worte. Sobald der Rettungswagen aufkreuzt, wird der Flugbetrieb komplett unterbrochen. Auch der UL-Flugbetrieb muss daher über den Sachverhalt informiert werden! Falls ein Heli kommt, weiträumig alles sichern / entfernen, was von downwash in die Luft gerissen werden kann. Dies gilt zuerst für Gleitschirme und Drachen! Dem Heli-Piloten kann der Landeplatz angezeigt werden: Aufrechter Stand, mit Armen schräg hoch ein Y bilden. Wenn Du selbst bei einer missglückten Landung unverletzt einbombst, stehe auf, um Beobachtern zu signalisieren, dass Du (halbwegs) OK bist. Nichts erschreckt Beobachter mehr als ein gecrashter Pilot, der nicht mehr zappelt.

Vereinsmeierei: überlasse ich am besten den nützlichen Idioten. Hauptsache, es sitzt jemand auf der Winde, wenn ich fliegen will. Wie in jedem anderen Verein steht und fällt der Laden mit denjenigen, die Verantwortung übernehmen, und wenn der Teilbereich noch so klein ist. Vereinsangelegenheiten werden auf den monatlichen Mitgliederversammlungen (sog. Mosi), (siehe webseite) und auf der Jahreshauptversammlung besprochen, wozu per Email eingeladen wird. Die Protokolle dieser Treffen erhält jeder ebenfalls per Email. Sie sind außerdem im Mitgliederbereich dieser Webseite dokumentiert. Auch das 2019 eingerichtete Forum zeigt, ob und was im Verein so abgeht.

Zur inneren Struktur des DCB: Es gibt im DCB einen Unterverein „DGF – Drachen- und Gleitschirm-Fliegerfreunde Berlin – Altes Lager“, der Mitglied im Dachverband DHV (Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband) ist. GS- und HG-Piloten können über die Mitgliedschaft im DGF eine verbilligte DHV-Mitgliedschaft erwerben. Außerdem gibt es im DCB die Gruppe IGF – InteressenGemeinschaft Flugzeugschlepp.

Verlust von Gegenständen: Mit schöner Regelmäßigkeit kommen in der Flugsaison eMails mit Anfragen wegen verloren gegangener Gegenstände. Beim Abbau des Startplatzes wird herrenloses Gut eingesammelt und im Windenshelter links in eine entsprechend bezeichnete Kiste getan. Beim alljährlichen Arbeitseinsatz im März werden nicht abgeholte Sachen entsorgt.

Windenaufbau: Auch als Nicht-Windenfahrer kannst Du dem Windenfahrer beim Auf- und Abbau der Winde helfen. Das bietet sich insbesondere an, wenn Du mal Windenfahrer werden willst.

Windenfahrer (WF): Ohne sie kommt kein GS-Pilot in die Luft! Drum gebührt ihnen tiefempfundener Dank und höchster Respekt. Für Gottes Lohn allein machen sie ihren Job aber nicht: wenn sie von der Winde kommen, steht ihnen das nächste Schleppseil zu, Helmreihe hin, Helmreihe her. Wer Windenfahrer ist, kannst Du dem „Windenfahrerplan“ https://www.dcb.org/termine/windenfahrerplan.php entnehmen. Wer „nur“ GS schleppt, hat das Kürzel W hinter seinem Namen. Wer auch HG schleppen darf, hat das Kürzel WD. Ein EWF ist jemand, der Windenfahrer ausbilden darf. Viel- und Streckenflieger sollten, wenn sie sich in den Verein eingelebt haben, in Erwägung ziehen, sich zum Windenfahrer ausbilden zu lassen.

Den ersten Kontakt mit dem Job bekommst Du, in den Du Dich als Helfer beim Windenaufbau anbietest und dem WF beim Schleppen zusiehst. Das kann man sehr gut mit dem Job Lepo-Fahrer verbinden: Sobald Du die Seile zum Startplatz gebracht hast, fährst Du wieder zurück zur Winde. Dann kannst bei zwei Schlepps zuschauen und den WF mit dummen Fragen nerven; aber nicht, während er schleppt! Willst Du in die Lehre gehen, nimmst Du Kontakt mit einem EWF auf. Wenn der Dich für geeignet hält und einen Ausbildungsplatz frei hat, beginnt die Theorieschulung mit Prüfung und anschließender Ausbildung an der Winde. Das dauert seine Zeit, denn die EWFs wollen komischerweise auch mal fliegen. Auch Lukas Bader in Saarmund und Snezana von der Flugschule bilden aus!

Fußnoten:

2 Das Seil wird nämlich auf wundersame Weise im Lauf der Zeit immer kürzer.

3 Mal steht die Winde hier, mal steht sie da. Und die Schleppseile werden im Lauf der Zeit immer kürzer.