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15.8.2018

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Klinken, Klinken, Klinken!

Anhand von Filmen, aerodynamischer Analyse und Diskussion zeigt Horst Barthelmes im Windenschleppseminar den Lockout mit all seinen Facetten. Eins ist klar: Der Lockout verläuft sekundenschnell, der Handlungsspielraum ist extrem kurz und nur ein beherztes Reagieren verhindert das Schlimmste. Klinke sofort! Das ist die Quintessenz der Diskussion. Frühzeitig geklinkt, gewinnt der Pilot kostbare Zeit, den unkontrollierten Höhenverlust zu beenden und seinen Drachen in eine stabile Fluglage zu bringen. Ein Seilkappen des Windenfahrers kann Rettungsanker sein um den finalen Ausgang des Lockouts zu verhindern, Sicherheit garantiert das nicht.

Damit der Windenfahrer im Stande ist, den Beginn eines Lockouts oder kritische Flugzustände unter Sicherheitshöhe zu erkennen, muss die Distanz zum Startplatz überwunden werden. Bei über 1km Länge unserer heutigen Schleppstrecken keine leichte Sache. Jetzt kommt das Kamera-/Monitorsystem das Horst mitgebracht hat zum Zuge. Ausgerüstet mit einer Kamera am Startplatz wird per Funkübertragung das Geschehen der ersten Schleppphase auf dem Monitor der Winde sichtbar. Der Windenfahrer kann Unregelmäßigkeiten erkennen und sofort handeln. Wir haben es ausprobiert und der Test hat überzeugt. Vielleicht kann hie und da noch optimiert und an Platz-Besonderheiten angepasst werden. Ideen dazu sind beim Ausprobieren jedenfalls entstanden.

An ganz anderer Stelle setzt das System Umlenkrolle an. Gerade für die Windenfahrerausbildung kann die direkte Nähe zum Startenden hilfreich sein. Vis a vis sieht der Windenfahrer die Reaktion auf sein Handeln. Passt die Zugkraft? Dosiere ich sicher? Stimmt der Anstellwinkel? Fragen, die am Start sofort beantwortet werden. Ob sich die Umlenkrolle auch für den Schulungsbetrieb HG und GS bewährt, wird sich zeigen.

Dank an Horst und Dank an den Techniker für die Zeit und den fachlichen Input!

Katharina, 27.09.2011

27.09.2011 21:13 Alter: 7 Jahre