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Wie ich versuchte, mit anderen wegzufliegen, und weit, aber Hauptsache lange (Zwischenbericht 2002) Nachdem Willi K. und ich Anfang Juni zusammen bis hinter Brandenburg geflogen waren, dachte ich, es wäre ja nicht schwer, zusammen auf Strecke zu gehen. Wir sind dabei ab Brück bis hinter Brandenburg unter einer fetten Wolkenstrasse langgedüst, nur geradeaus. Mit Willi Kuck hinter Brandenburg in Richtung West (im Hintergrund Milow und Premnitz an der Havel) Pünktlich zu Beginn DER Hammerphase am Sonntag, den 28.07.02, stand ich mit Jörg ('188') Maaß am Start, um zusammen loszufliegen. Wir flogen zusammen bis Niemegk, wo ich erstmal einparkte, während Jörg stracks abflog und leider recht bald runterging. Während es vorher noch bis 1.400m ging, schwächelte es dann leider mächtig (max. 900m, blau). Ich dümpelte im gewohnten Oma-Stil bis Meseberg hinter Magdeburg und hatte ganz schön Schwein. Im Blauen bis zur Elbe und auch noch darüber: Westlich von Burg vor der Elbe, Blick nach Nordwest Danke an Willi, der sich zum Rückholen bereit erklärte. Er kam mit Markus vorbei, der über die Elbe nach Uetz geflogen war (Elbfähre!). Wir waren glaube ich schon um 0:00h am Feuer! Willi selbst flog an diesem Tag zum Segelflugplatz Lüsse, sie fanden’s gut (er auch). Thomas S. und Stefan M. wagten den Frühstart und waren leider schnell wieder unten, Carsten ist bis Golzow geflogen und Henrik nach Niemegk. Am nächsten Tag kam ich mit Berthold ('the cruiser') Fuchs hoch. Wir segelten bis Kropstädt, diesmal gab’s auch Wolken, bis ca. 1.800m. Dann hakte er in einen 6m-integriert-Bart ein, während ich unter ihm rumkrebste. Bye bye, Berthold. Nach langem Zick-Zack-Rumgedümpel über den hohen Fläming reichte es bei mir noch bis Schackensleben hinter Magdeburg. Berthold war bis Rottmersleben (um die Ecke) geflogen und eine Stunde früher gelandet. Die freundlichen Leute von dort holten mich kurz (3KM) ab und wir sassen dann gemütlich im Getränke-Shop, bis Willi mit Kuhli und Hagen vorbeikam, wieder ziemlich früh, danke zum zweiten. Hier gings an zwei Tagen noch mal hoch: Mittellandkanal und Baustelle (links oben) an der Elbe Kuhli war schon vor der Elbe gelandet, Hagen in Belzig und Willi in Niemegk. Detlev nahm es locker und landete beim Schwimmbad in Dietersdorf ein (die erste). Am Dienstag hatte es ein bisschen viel Wind, so dass ich auch mal wieder den guten alten Drachen aufgebaut hatte. Dies war der beste Tag. Da ich den Drachen nur noch bei Starkwind fliege, hatte ich den Gurt sehr steil eingestellt, was sich noch rächen sollte. Diesmal ging’s hinter Markus los, den ich aber nicht einholen sollte. Südlich von Niemegk musste ich mich entscheiden. Entweder eine einzelne fette Wolke über Niemegk, oder kleine Fetzen, aber in Reihe, auf dem südlichen hohen Fläming. Ich nahm die Süd-Route (zuviel über Hexagonal-Theorie gelesen). Im weiteren Verlauf quollen auf der Nord-Route immer mehr saftige Bummerl hoch, während ich mich durchschwächelte. Bei Burg reichte es mir dann, und ich entschied, zur anderen Seite zu queren, nach Norden. Hier war aber kein Rankommen, so dass ich in einer Art ruppigem Lee-Bart zwischen den Wolkenstrassen meine letzten Energien verbrauchte. Mein Gurtzeug quetschte mich zusammen, und ich versuchte, abwechselnd ein Bein rauszuhängen und mich irgendwie zu lockern. Nach einigem Gejammer und Wadenkrämpfen war ich dann bis hinter die Elbe gekommen, wo es auch noch trug. Es waren jetzt schon Cirren von SW hereingekommen, denen ich nun zu entfliehen versuchte. Von der Autobahn in scharfem Winkel gings nun in Richtung N/NW, wo ich mich auch bald (in Uthmöden) versenkte. Die anderen waren einfach unter den Cirren weitergeflogen, dort ging’s auch noch gut. Der Versuch, den Cirren zu entkommen ist eh illusorisch. Das Rückholen ging an diesem Tag an die Belastungsgrenze, es waren einige Leute weit geflogen. Christoph B. und Hagen und Robert B. kamen dann bei mir um 0:15h vorbei, ich nervte sie mit ständigen Anrufen, wo sie denn jetzt seien. Willi fuhr los, um die anderen zu holen, ohne ihn wäre das Ganze sicher nicht möglich gewesen. Einige Leute auf dem Platz waren auch nicht so angetan von unserer Einfach-Los-Fliegerei und hatten schon vorher gesagt, dass sie nicht die Nacht im Auto verbringen wollen, sicherlich eine legitime Entscheidung. Wir waren dann auch um 2:30h in AL, wo Andreas Fuchs beim Warten auf sein Auto (er war in der anderen Fuhre gewesen) im Stuhl eingepennt war. Er war aber nicht sauer, weil er auch bis vor Helmstedt geflogen war. Markus hatte den weitesten Flug mit über 140 KM. Herausragend war aber sicher Robert ('the racer') Bernats Flug, der erst um 16:00h losflog und auch bis vor Helmstedt kam. Er war sehr viel geradeaus geflogen. Hagen und Kuhli landeten vor der Elbe, und Detlev wieder locker am Schwimmbad (die zweite). Für Mittwoch hatte ich schon gesagt, dass ich dableiben würde, Hagen ebenso. Es kamen einige Segeletzer zu uns, die wir wie gewohnt professionell auf Höhe (449,99m) brachten. Dieser Tag war dann ein bisschen Urlaub, weil die befürchtete (erhoffte?) Mega-Rückholaktion ausblieb. Unsere Jungs (Hagen, Chris M.) blieben in Garrey hängen, Rudolf flog noch weiter, trampte aber zurück. Christoph B. war wieder mal so nett, mich noch hochzuziehen, und dann nach Garrey zu fahren.
Am Platz ist es auch schön: Blick von Jüterbog nach Osten Von den Segeletzern kam nur Andreas ('Fritze') Becker hoch, die anderen fuhren dann los, ihn zu holen. Er ist mit seinem Atos um ca. 14:00h gestartet und 168KM weit geflogen! Regine war auch dabei und kam auch hoch, wollte aber eigentlich am Platz bleiben. Sie ist dann ein paar KM zurückgelaufen (mit Gleiti), das ist echter Sport! Chris G. landete am Schwimmbad ein, wo Detlev diesmal schon planschte, weil er mit dem Auto hingefahren war (die dritte). Vielen Dank nochmal an Willi K. und Christoph B. und alle, die sich ins Auto setzten, uns zu holen. Für die Zukunft könnten wir auch sagen, dass wir von den Gleitis erwarten, sich in den Zug zu setzen und die Drachenflieger sich selbst organisieren sollten. Aber das ist noch graue Theorie, ebenso wie das Bilden von Fahrgemeinschaften von Berlin (Dreilinden?) nach AL, damit man nicht von JWD nach AL fahren muss, nur um dort sein Auto zu holen, um dann wieder nach Berlin zu fahren... Alle Ergebnisse findet ihr unter 'Wettbewerbe', dann auf der Seite ganz unten, 'Ergebnisse Streckenflupokal' als Acrobat-Datei. Bis bald, Georg |