Sie sind hier: Fluggelände > Teufelsberg Berlin > 
4.2.2012

Fluggelände

Der Teufelsberg - Abheben in Berlin

 

Innerhalb Berlins liegt der Teufelsberg, unweit des Olympiastadions im ehemals amerikanischen Sektor. Er ist nach dem 2.Weltkrieg aus Schutt entstanden und hat eine Höhe von rund 60m. Vor der Wiedervereinigung war hier für Westberliner die einzige Möglichkeit um in die Luft zu kommen, da der Windenschlepp nicht gestattet war. Das Foto links stammt von Manfred Laudahn und zeigt ihn 1985 beim Flug vom Teufelsberg.

 

 

 

Aus dieser Zeit entspringt auch noch der traditionelle Teufelsberg - Cup, bei dem es um das möglichst punktgenaue Landen im Zielkreis geht.
Für geübtere Drachenpiloten ist auch eine 180°-Wende mit anschließender Hanglandung zu Übungszwecken möglich.

 

Das Gelände ist von seiner Beschaffenheit geeignet, um sich zunächst mit den Start- und Landeeigenschaften eines neuen Geräts vertraut zu machen.
Man kann hier auch einmal ältere Gleiter ausprobieren und sich so die rasante technische Entwicklung der letzten Jahre vor Augen führen.

 

Gerade für Gleitsegel ist der Teufelsberg ideal, um das Aufziehen des Schirms und Hangsoaring zu üben.
Es gibt sogar Piloten, die -zu ermäßigten Gebühren- ausschließlich am Teufelsberg fürs Bergfliegen "in Form bleiben" und sonst überhaupt nicht im Flachland fliegen.

Der DHV (Deutscher Hängegleiterverband) hat dem DCB als Platzhalter die Erlaubnis für Starts und Landungen mit Gleitsegeln und Hängegleitern unbefristet erteilt. Zudem ist der Teufelsberg als Schulungsgelände der Vereinsdrachenflugschule in der Grundausbildung (L-Schein) für Drachenstarts und Landungen offiziell zugelassen.

Damit dies auch so bleibt hat der DCB hat eine Flugordnung für den Teufelsberg erstellt, von der alle Piloten vor dem Flugbetrieb Kenntnis nehmen müssen. Diese Flugordnung ist im Bereich des Parkplatzes am Aufstieg zum Berg auf einer Tafel ausgehangen und kann auch hier heruntergeladen werden: Download Flugordnung Teufelsberg

Besondere Beachtung sollte der Flieger natürlich Fussgängern, bzw. Radfahrern und dem permanent nachwachsenden Bewuchs schenken. Als das Gelände zu West-Berliner Zeiten noch häufiger von Drachenfliegern genutzt wurde, fanden öfter Rodungen statt. Heute fehlt hier mangels Interesse manchmal etwas die "manpower". Vergleicht man die historischen Bilder oben mit den aktuellen unten, wird der Unterschied klar.

(Bilderserie mit freundlicher Genehmigung der Teufelsflieger Berlin)