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17.10.2017

Berichte

Im Land des Drachens

 zur Paramotor Weltmeisterschaft 2007 in Beijing -

Hallo liebe Leser,

hier sind die aktuellen Gedanken und Tagebücher von wichtigen und unwichtigen Schreibfetzen aus Peking/China von uns

Zum kleinen deutsche Nationalteam gehören:

  • Armin Appel:  Meister Sanitärtechnik, langjähriger Liga- und Motorschirm-Wettkämpfer, Fussstarter (PF1)
  • Jens Hicken:  selbstständiger Computerfachmann, Amateurfunker, Flyke-Flieger in der Trikeklasse (PL1)
  • Jörg Maaß: Eisenbahn-Ingenieur, Mit- und Ohne-Motor Flieger und Tandempilot, Fussstarter (PF1)
  • Richard Krüger-Sprengel: Chef der Firma Helix-Propeller, Chef der Nationalmannschaft, Trikeklasse (PL1) 
  • sowie Herrmann von der Firma Helix als Team-Assistent 

Freitag, 24. August - Higgy:



Hallo Leute,

wir sitzen grad in der 747 der Air China, und haben unseren Abendsnack auch hinter uns. Es ist nun 23:12, in China also ca. 6 Uhr morgens.


Unsere Motoren und Trikes sind bereits gestern per Luftfracht in Peking eingetroffen sagte uns Richard. Nach der Anreise per Bahn trafen wir uns in Frankfurt gegen 18:00 Uhr. Freitagsnachmittags mit der Bahn zu reisen ist nicht wirklich empfehlenswert . Nach der ersten Dose chinesischen Bieres haben wir auch gleich die nötige Nachtschwere erreicht, denn wenn wir in Peking ankommen, wird es ca 11:30 mittags sein, d.h. also dann noch ca 10 St bis es ins Hotelbett geht.  Also versuchen wir mal ein bisschen die Äuglein zuzumachen. Morgen schauen wir dann wie es weitergeht. Jetzt lief grad noch eine Saft-Schubse , ach ne Stewardess heissen die ja, herum und verteilte 2 Zettel, die wir für die Einreise noch ausfüllen mussten. Aber nun wird die Lehne zurückgeklappt, dann können wir noch 4 St die Augen schonen .....

Am Flugplatz angekommen holte uns ein Bekannter von Richards  Bruder mit einem VAN ab und brachte uns zu unserem Hotel. Die meisten von uns hatten nun ca. 30 Stunden oder mehr nicht mehr geschlafen.

Wir checkten ins Hotel ein, aber an Schlafen war nicht zu denken, denn trotz der Müdigkeit haben wir uns die 15 Min. zum Airfield fahren lassen (in China dürfen Ausländer nicht Auto fahren ), um unsere Geräte noch in Augenschein nehmen zu können.
Diese hatten die Reise per Luftfracht (von Helix super verpackt und verschickt!) gut überstanden und wir haben ( da wir ja grad vor Ort waren) alles gesichtet und zusammengebaut.

Mit einigen Zuschauern kurz die Motoren mit dem langwierig organisierten Sprit zum Test laufen lassen, ein bisschen die Schirme aufgezogen und den einheimischen Jungs beim Starten zugeschaut.

Aber gegen 18:00 Uhr sind wir dann langsam Richtung Hotel gefahren, haben uns kurz frisch gemacht und sind zum krönenden Abschluß feudalst für umgerechnet ca. 3 Euro pro Nase essen gefahren. Damit endete dann der erste Tag in China.

Zur Info, Zeitunterschied = 6 Stunden sind wir euch voraus.
Also wenns bei euch 12: 00 mittags ist, ists hier schon 18:00 Uhr


von Jörg:

Während ich hier an Armin's Pocket PC versuche, mit der kleinen Tastatur zurecht zu kommen, dringen durch das offene Fenster recht gruselige Karaoke-Gesänge an mein Ohr, während vom Gang durch die Zimmertür Alarmsignale und Schläge gerade verklungen sind - das unwillige elektronische Türschloß scheint nun den Widerrstand aufgegeben zu haben.

Dabei ist hier noch nicht einmal Mitternacht...



Freitag, 24. August - Jörg


Früh aufgestanden und ab geht's nach Berlin-Schönefeld. Pünktlich komme ich am Aeroflot-Schalter an, keine Probleme wegen des Propellers sowie diverser Ersatzteile im Gepäck und nicht lange später kann ich mir überlegen, wie ich die gut vier Stunden Aufenthalt in Moskau-Scheremetjevo rum bekomme. Mal durch die duty-free Läden schlendern, aha Cognac für 5700 € die Flasche, dann doch lieber Wasser.

Nein, ich komme doch noch zu meinem Cognac, Russen trinken nicht gerne allein, und so werde ich von Andrej, einem Schuhhändler vom Rande des Urals, der im Flieger nach Beijing neben mir sitzt, eingeladen und die erste Hälfte des Fluges vergeht angenehm.

 


Sonntag, 26. August, Jörg:

Treffen mit unserem Fahrer und los geht’s zum Chinesischen Frühstück. Er fragt uns vorher noch, ob wir nicht lieber zu McDonalds gehen wollen, wir aber entscheiden uns mutig für ein original Chinesisches Frühstück und wundern uns dann schon, als es neben Suppe mit salzigen Teigtaschen nur Sojamilch zu trinken gibt. Hermann gerät in seinen ersten akuten Koffein-Entzug.

Als wir an der Chinesischen Mauer ankommen, ist dort alles nass und wir können unsere Regenkleidung testen.







Aber zuerst müssen wir noch den Spießrutenlauf durch die Reihe der Händler absolvieren. Bequem hoch geht es mit der Kabinen-Seilbahn und dann stehen wir auf dem gewaltigen Bauwerk und stimmen ab, in welche Richtung wir uns bewegen wollen. OK, nicht die größte Steigung sondern Richtung der anderen Seilbahn. Gerade sind die wenigsten Abschnitte der Mauer, die in Höhen- und Seitenwindungen dem Bergeverlauf folgt.

Und während Jens und Hermann die Seilbahn nach unten wählen und Armin und Richard hinunter laufen, muss ich unbedingt noch zum Ende des begehbaren Abschnittes, um auch einen Blick auf den weiteren Verlauf zu werfen, der sich mit starkem Baumbewuchs auf der Mauerkrone über die nächsten Berge windet und dem Blick entschwindet.

Bei einem kurzen Einkaufshalt wundere ich mich, warum das unscheinbare Gebäude auf der gegenüber liegenden Straßenseite so viel häufiger aufgesucht wird als der kleine Laden, vor dem wir stehen. Zusammen mit den besonderen Geruch wird klar – hier gibt es nur eine öffentlich Toilette für alle Einwohner, und das soll typisch für die vielen kleinen Orte sein!

Zwischenstopp am Straßenrand mit Datteln frisch vom Baum und nach einer kurzen Erfrischung im Hotel geht es zum Abendessen recht weit in Richtung Stadtzentrum.

Immerhin liegt das Restaurant, zu dem es heute geht innerhalb des vierten Ringes – vom Zentrum ausgehend gibt es vier Ringstraßen, die sich im Sonntag-abendlichen Verkehr auch sehr gut gefüllt zeigen.

Das Restaurant ist ein besonderes. Hier gibt es neben gutem Chinesischem Essen auch all abendliche Aufführung über Chinesischen Gesang (sehr chinesisch!), Akrobatik bis hin zum Maskentänzer, der zehn oder mehr Masken so blitzschnell wechselt, dass es unmöglich zu verfolgen.

Für mich besteht der Höhepunkt in einer KungFu Vorführung, bei dem der Artist eine in der Hand gehaltene Nadel durch eine Glasscheibe schlägt und einen Luftballon dahinter zum Platzen bringt. Ich selbst bin durch das Essen ebenfalls fast wieder zum Platzen gebracht, wenn auch die Auswahl heute etwas „chinesischer“ als am Vortag erscheint.

Der Disput auf dem Rückweg zum Hotel, ob wir morgen noch einen Kulturtag einlegen wollen oder uns lieber um unsere Ausrüstung kümmern zieht sich durch das zeitweilige Einschlafen bis zu drei Beteiligter etwas in die Länge und endet mit dem salomonischen Spruch: „Das entscheiden wir morgen“. Und während Armin und mir auf dem Weg zu einem „Absacker-Bier“ dutzende trunkene Chinesen entgegen taumeln, schlagen sich Richard und Jens bis spät in die Nacht unermüdlich einen Weg ins Internet frei.
Nun stell Dir vor, dass von draußen Karaoke Musik in gruseligster Machart klingt und vom Flur nächtliche Reparaturarbeiten an einem elektronischen dudenden Türschloss und bei allem eine dichte Fensterverhängung vor den Lichtfluten der Fassaden Scheinwerfer schützen – dann weißt Du, warum das Einschlafen bei mir irgendwie gar nicht passieren will…

 


von Jens: Sonntag 26.08.2007



Heute hat es den ganzen Tag geregnet, sodass wir unsere Geräte leider nicht auch flugmässig durchchecken konnten nach dem (von Bo bestellten) typischen China-Frühstück (Fleischsüppchen, warme Soja-Milch und eine Art Lachmacun ( türkische Rolle ) (leider ohne Kaffee und Brötchen ) .
Da wir aber ja nun schon mal hier sind, haben wir die Zeit mit unseren Fahrer "Bo" genutzt um die ca. 1 Autostunde entfernte "Chinesische grosse Mauer" genauer zu betrachten.

"Eindrucksvoll und touristisch erschlossen" trifft es wohl am besten.

Auf dem Weg zur Mauer haben wir in einem Dorf an einem kleinen Laden innegehalten um unsere Sim-Karten für China zu holen und zu aktivieren dann ging es dann zum Parkplatz unterhalb eines Stückchens der riesigen Mauer.

Dort ausgestiegen musste man sich erst einmal Tickets kaufen ... für die Seilbahn und den Eintritt usw. ( ca 100 Yuan = ca 10 Eu ).
Dann noch ca. 500m durch eine Gasse mit vielen kleinen Verkaufständen ( Marokko-Urlauber kennen das) und wir konnten rein in die Seilbahn.
Wir sind einen Teil auf der (restaurierten) ca. 600 Jahre alten Mauer marschiert und dann mit einer anderen Seilbahn wieder runter.
Auf dem Rückweg mit Bo nach Peking versorgten wir uns noch mit etwas Obst und Früchten und dann ging es mit Bo zum Abendrot.

Er empfahl uns ein Restaurant mit einer kleinen Bühne (an der wir direkt vorne saßen) und er bestellte für uns wieder ein paar Gerichte die wir dann gemeinsam (von allem etwas) probiert haben.

Auf der Bühne sah man derweil allerlei Kurioses, Sängerinnnen, Tänzerinnen die originale traditionelle chinesische Vorführungen zeigten, eine Frau die mal 80 und 130 kg Tonkrüge mit den Füßen balancierte und ein paar sportliche Jungs die ein wenig Kampfkunst zeigten.

Dann ging es zurück zum Hotel und hier sitze ich nun wieder am Rechner und tippe .....
Gleich gehts ins Bett, morgen früh hoffen wir auf Fluchwetter ....

PS: Für übermorgen ( Dienstag) hat sich das ZDF hier angemeldet ...

Montag, 27. August, Jörg:

Ja, so sieht es aus. Heute Vormittag finden die anderen sogar eine Möglichkeit zu frühstücken, allerdings nur von halb acht bis viertel neun. Aber ich wache nach der kurzen Nacht erst kurz vor neun auf und fahre darum gleich mit dem Team auf das Flugfeld. Der mehrfache spanische Weltrekord-Halter, Ramón Morillias, fliegt schon – ihn stört es weniger, dass wir bis zur offiziellen Einschreibung noch Flugverbot haben.

Nach einigen Zusammenbau- und Bastelarbeiten sieht mein Motor soweit in Ordnung aus. Ich bräuchte bloß noch Benzin und könnte auch mal eine Testrunde drehen oder zumindest den Motor mal Probe laufen lassen.Das Wetter ist heute wieder heiß wie am Ankunftstag und es ist am besten, alles irgendwie im Schatten zu erledigen… Aber so kann ich die Zeit nutzten, mich mit der Rechentechnik vertraut machen und ein bisschen mich mit dem italienischen Motorhersteller Matteo Vittorazi plaudern, der gerade einen nach 15 Flugminuten zerstörten Motor zu reparieren versucht und sich über den technischen Verstand seiner chinesischen Kunden etwas verwundert zeigt.

Und morgen sollen wir sogar zum Fliegen kommen...

Dienstag, 28.August, Hermann:

Heute gings nun richtig los: Alle durften nach erfolgter Registrierung fliegen.
Um es gleich vorweg zu nehmen, es wurde ein sehr langer Tag und zwei unserer Piloten waren zwischenzeitlich überzeugt, dass sie hier nicht mehr zum fliegen kommen.

Aber davon später mehr.
Zunächst einmal war für mich die Nacht um 10 vor 7 (0:50 Uhr deutscher Zeit) zu Ende und ja, ich spüre den Jetlag noch!

Von Jens und Richard wusste ich, dass sie am Vortag Kaffee zum Frühstück bekommen hatten und so war ich frohen Mutes zu
meinem ersten Kaffee in China kommen. Tja, es kam wie es kommen musste: Auf meine Frage hin, erntete ich zunächst verständnislose Blicke und schließlich ein superfreundliches "No Coffee, Sir".
Aber ich war vorbereitet. Nachdem drei von uns nach freundlichem und nachdrücklichem Reklamieren, von Zimmern der billigsten zur besten Kategorie umziehen durften, hatte ich im meinem Zimmerkühlschrank ein Tütchen Nescafe Cappuccino entdeckt und sichergestellt.
So verlangte ich nun nach heissem Wasser und es ist erstaunlich, wie gut so´n Glas Tüten-Cappuccino nach fast 4 Tagen Kaffeeentzug schmeckt.

Um neun waren wir dann auf dem Flugfeld. Beste Flugbedingungen führten zu verstärkten Nachfragen, wann denn nun geflogen werden durfte (Ramon war da schon längst wieder in der Luft). Wir nutzten die Zeit zu letztem Tuning an den Fluggeräten und gingen schließlich bestens vorbereitet gegen Mittag an den Start. Jens´ Flyke zog einiges an Aufmerksamkeit auf.

Dann war es endlich soweit, Jens ging als erster in die Luft, direkt gefolgt von Richard mit seinem Eigenbautrike.
Darauf hatte ich nun zwei Tage gewartet und es war einfach großartig die Beiden in Formation über das Gelände fliegen zu sehen. Kurz darauf starteten auch Jörg und Armin. Erstaunlicherweise war zu diesem Zeitpunkt niemand sonst in der Luft. Einfach ein toller Anblick! Wer da keine Lust zum Fliegen bekommt, dem ist nicht zu helfen.
Die nächsten Stunden vergingen wie im Flug .

Richard wechselte auf seinen nagelneuen, am Freitagmittag erst gelieferten, Naja-Schirm um. Nach weiteren Modifikationen am Trike um die Abstimmung zu optimieren, kam so etwas wie Begeisterung auf und ich denke, das er heute glücklich und sehr zufrieden zu Bett geht.
Bei den anderen liefs leider nicht so optimal.

Jörg hatte kleinere Probleme mit dem Gerät und war mit seiner Performance nicht voll zufrieden.

Jens Schirm drehte sich bei einem Startversuch ein, drei Hauptleinen kamen zwischen Prop und Käfig und zogen den Prop heran bis er anschlug. Die 3 Leinen rissen, eine Blattspitze brach ab und eine Strebe war etwas verbogen. Bitter, bitter!
Im ersten Moment war er überzeugt nun zum Zuschauen verdammt zu sein. Aber wir sind "the German Team" und keine zwei Stunden später war Jens wieder in der Luft. Ein Ersatzprop, Leinen aus einem neuem Schirm und ein bisschen schweißtreibender Aufwand genügten.

Bei Armin siehts leider nach einer mehrtägigen Pause aus. Nachdem sein Simonini zunächst ein ungewöhnliches Geräusch machte, ging er ihm mitten im "Fast/Slow" - Training aus. Nach Außenlandung und bestens organisiertem Rücktransport, wurde der Motor von ihm zerlegt und die Diagnose ist nicht so erfreulich:
Die Zündspule ist hinüber und die Aufhängung der Lichtmaschine im Motor abgebrochen. Teamleader Richard schlug konsequent vor, bei Fresh Breeze augenblicklich telefonisch die notwendigen Ersatzteile zu bestellen. Da war es 18:45 Uhr Ortszeit, viertel vor 1 in Deutschland. Mittlerweile sind die Teile unterwegs nach China - vielen Dank an die Freshies!

Bleibt noch zu erwähnen, zum Abendessen hatten unsere Gastgeber eine Riesendose Cappuccino aufgetrieben! Ich fange an dieses Land zu lieben.

Mittwoch 29.8.07, Jens:

hier ein kleines Video mit der Fotokamera gedreht, damit ihr euch ein Bild machen könnt über die Gegend in der wir hier fliegen, war leider etwas diesig hier.

http://www.motor-schirm.de/film/MVI_0436.AVI ca. 65 MB

PS: Das ZDF Team ist nun auch hier, es berichtet ein paar Tage von hier, und das wird am 9.9. zwischen 17:00+18:00 Uhr gesendet werden.

Mittwoch 29.8.07, Armin:

Ein herzliches "ni hao", nach Deutschland.
Heute darf ich (Armin) den Tagesbericht von der Weltmeisterschaft im Motorschirmfliegen vom 29.08.2007 verfassen.

Heute Morgen hat Hermann es doch tatsächlich geschafft, das uns, die immer lächelnde Bedienung, endlich mal Kaffee ans Frühstücksbuffet stellt. Kaffee aus Kaffeepulver, aber immer hin. Das wir beabsichtigten den Kaffee in Tassen und nicht in den servierten Gläser zu uns zu nehmen, konnte Hermann auch noch erreichen. Ich denke, wenn wir China verlassen werden wir einen frisch aufgebrühten Bohnenkaffe zum Frühstück bekommen. Hermann wird das sicherlich hinbekommen, da bin ich zuversichtich.

Ich selber habe heute Nacht fast gar nicht geschlafen. Ständig ging mir mein defekter Motor im Kopf rum. Gestern Abend habe ich festgestellt, das es mir die Magnetspule mit Zündspule aus der Alu-Haltepaltte heraus gerissen hat. Desweiteren sind alle Spulen beschädigt.

Ersatzteile sind bei Fresh Breeze bestellt, aber bis die in China ankommen, ......das kann dauern. Ich habe beschlossen, den Schaden selber zu reparieren. Als wir um ca. 9:00 Uhr auf dem Flugfeld eintrafen hab ich meine Konzentration voll und ganz auf die Reparatur gelenkt.

Als erstes habe ich die Komplette Halteplatte (für die Fachleute unter uns 11079S Solo Simo Adapter) demontiert. Dann hab ich die Kupferdrahtwicklungen von (11067.1S Lichtspule) der Lichtmaschiene entfernt, den beschädigten Kupferdraht von der Zündspuhle hab ich vorsichtig mit einem sehr scharfem Messer freigelegt. Die blanke Kupferstellen mit Lötzinn verlötet, so dass ich einen Wiederstand von 306 Ohm messen konnte. Da die Halterung von der Aluplatte herausgerissen war, musste ich durch den Spulenkern zwei Löcher mit 5,5mm bohren und auf der Aluplatte zwei M5er Gewinde einschneiden. Ich hab dass in der Werkstatt der Chinesen gemacht. Leider war deren Werkzeugausstattung auch nicht so wie man sich das wünscht. Als Säulenbohrmaschiene muste ein Akkuschrauber und eine Holzbank herhalten. Beim Bohren ist mir dann ein Bohrer abgebrochen und hat einen Fetzen Haut aus dem linken Daumen gerissen. Nicht schlimm, blutet halt. Allerdings sind die Chienesen sehr hilfsbereit, so wurde mir während der Arbeit ständig das Blut von meinem linken Daumen mittels Wattetupfer gewischt. Full service at work.

Nachdem ich den ganzen Krempel gelötet, fiexiert und geklebt hatte, baute ich die feldmässig reparierte Zündspule wieder ein. Ihr könnt euch mein Grinsen nicht vorstellen, als der Motor nach 7 Stunden Bastelarbeit auf Anhieb anlief.

Ein metallisches Nageln im unteren Drehzahlbereich machte mir nun Sorgen. Nach zwei weiteren Stunden intensiven Schraubens konnten wir die vermutliche Ursache feststellen. Der Sprit, den wir hier auf dem Flugfeld bekommen ist von extrem schlechter Qualität. 93 Octan!!!!!! Das ist noch beschissener als Normalbenzin mit 95 Octan.

Jörg war heute den ganzen Tag damit beschäftigt, Kanister und Benzin für uns zu besorgen. Die Chinesen haben uns einen Tankwagen in der Nähe des Hangar gestellt. Dort können wir Benzin mit 93 Octan und miesester Qualität für 10 YUAN per Liter kaufen; umgerechnet ca. 1 EURO/l. An der Tankstelle kostet Superbenzin mit 97 Octan, aber ebenso mieser Qualität, nur den halben Preis.

Um den Sprit transportieren zu können, kann man für 15 Euro einen 20 Liter Stahlkanister ausleihen. Dummerweise sind das irgendwelche Uraltkanister aus Armeebeständen. Diese Kanister sind innen lackiert, diese Lackierung ist mit Sicherheit resistent gegen Benzin mit Bleizusätzen. Bei Befüllung mit bleifreiem Benzin jedoch löst sich dieser Lack auf und verstopft den Vergaser.
So ist es den Belgiern ergangen. Die tauschen gerade ihre Filter aus und reinigen Vergaser. Jörg hat vorsorglich den Benzinkanister vor der ersten Befüllung mittels 1,5 l Spritt ausgewaschen. Auf die Frage, wohin er das restliche Benzin schütten solle, bekam er ein verständnissloses + trockenes: " in die Wiese dort"..........

Wegen der Kanisterproblematik sah der Tankwart sich wohl schon arbeitslos und hatte einige Kunststoffkanister und Metallkannen bereitgestellt. Nun gut, Jörg ergatterte uns drei davon. Leider währte die Freude nur kurz, denn alsbald erschien der Tankwart im Hangar und forderte seine Kanister zurück; alle mittlerweile aber mit einer kleinen Deutschlandfahne und einem "Team Germany" verziert.
Argggggnnnn.

Nach weiteren Diskussionen hat der Veranstalter dann Kaufkanister für 2 Euro das Stück verteilt. So geht's in China...

Um sämtlichen Gerüchten vor zu beugen: Nein, uns ist nich langweilig und ja, die Chinesen sind so.
Gut, das mit den Kanistern läuft jetzt, der Sprit ist immer noch schlecht und ich bin heute 2x 20 Minuten mit meinem reparierten Motor geflogen.

Richard und Jens konnte den heutigen Tag für Trainingsflüge und Feinabstimmung der Motoren nutzen.
Morgen kommt das Filmteam vom ZDF Herr und Frau Gally.

 

Donnerstag 30.8, Armin :

Guten Morgen Deutschland.

Heute Morgen ist das Filmteam zu uns gestossen , Hännes und seine Frau Martina sind sehr nett und interessiert. Nach einem kleinen Gespräch beim Frühstücks-Buffet, steigt die deutsche Nationalmannschaft in den Bus zum Flugfeld. Heute ist wieder freies Fliegen angesagt. Nun, das mit dem freien Fliegen ist in China so eine Sache. Wir dürfen uns in einem 4km x 6km und 650Metet hohen Bereich tummeln.

Nun ja, Abends wuden Higgy und ich sehr freundlich aber bestimmt darauf aufmerksam gemacht, sich nicht ausserhalb dieses Flugbereiches zu bewegen.
Morgens fing Hännes mit den Dreharbeiten an. Auf dem Programm stand erst mal Equipment filmen.

Das heisst Karabiner rein, Karabiner raus, ja gut noch mal von dieser Perspektive, Karabiner rein, Karabiner raus. Motor an, Motor aus,........... Es ist schon erstaunlich, mit welcher Geduld sich diese Beiden mitbringen und sich mit uns und der ganzen WM auseinanderstzen.

Das alles für einen kleinen 8-12 Minütigen Filmbeitrag. Wow, Hut ab.
Abends wird noch ein kurzes Interview aller deutschen Teinehmer abgedreht bevor sich die Gally's von uns verabschieden und im Hotel verschwinden.
Wir selber sind auch etwas müde und nach einem wieder mal sehr ausfühlichem Mahl in unserem "Hot Spring Hotel" treffen wir uns in Higgy's Hotelzimmer, Skypen (Internettelefonie) nach Hause, schreiben Berichte und sortieren Fotos bis auch wir müde in unseren Zimmern verschwinden.

Ach ja, mein Motor läuft immer noch, ich hoffe er hält durch.
So nun morgen schreibt Higgy den Bericht.

Freitag 31.8.07

Hallo da hinten im schlechten Wetter.

Heute war es endlich soweit, das Wettkampfbüro hatte uns den ersten Test-Task ausgegen, auf den wir uns morgends vorbereiten konnten.
Es war eine kombinierte Aufgabe, Präzisionsstart, Japanese Slalom gefolgt von einer ( sehr kleinen ) Navigationsaufgabe und dann die Präzisionslandung ( mit Motor aus 1 min vorm Boden ).

"Unser" TV-Team war auch wieder vor Ort und filmte den "Japanese Slalom" auf dem Feld. Alle deutschen Piloten hatten hier sehr gut geflogen und keinerlei Probleme.
Da es allerdings etwas bockig war und jede Menge Kameras und Leute um die Kicking Sticks auf dem Feld direkt am Parcour standen war es allerdings bereits erhöhte Schwierigkeit und da es ja noch nicht gewertet wurde sind einige mehr auf Sicherheit geflogen. Hoffen wir beim echten Wettbewerb ab morgen sind die Strecken nicht so dicht bevölkert.

Nach dem Flug haben wir uns wieder der Lieblingsbeschäftigung aller hier gewidmet: Sprit filtern, Sprit filtern, sprit filtern ......
Unsere Logger scheinen nach ca. 1 Stunde RESET auch endlich gemerkt zu haben dass wir in China sind, somit sind wir nun eigentlich bereit.
Ab nun gibt es auch das bereits im Voraus bezahlte Essen immer auf dem Airfield direkt, sodass wir wohl nicht mehr "draussen" essen werden.
Es sind etwas warm gemachte Aluschalen mit verschiedenen Speisen, heute z.B. Spaghetti, Reis, Hühnchen, Kartoffelpuffer, Shrimps und Gemüse (jeweils immer so 1-2 Löffel voll).
Abends startete ein Feuerwerk und eine Live-Musikshow direkt auf dem Startplatz, und solangsam wird das Feld immer enger und enger, da von der eh schon sehr sehr kleinen Startfläche immer mehr Gelände für diverse Dinge abgesperrt werden, aber auf dem sich nun bald über 100 Piloten beim Starten "fetzen" werden ! !
Ich denke das wird noch ein sehr großes Problem, besonders mit den ( mehr Weg brauchenden) Trikes und besonders den "schweren Trikes".
Nunja wir werden sehen wie es weitergeht, wir sind alle sehr gespannt.

Wettertechnisch ist es hier sehr stabil, fast jeden Tag ist es von morgens 6:30 bis 19:00 Uhr fliegbar, aus allen Richtungen bläst es hier dann zwar mittags mit ca. 20 km/h aber davor und danach sind sehr gute Bedingungen, hoffen wir das hält sich noch 8 Tage.
Allerdings darf nur dann gestartet werden, wenn die "Fenster offen" sind, da der Luftraum hier (von der chin. Armee) erst bestätigt werden muss.

Morgen wird die offizielle grosse Einweihungsparty und offizielle Start sein, auf die wir schon sehr gespannt sind.

Abends haben wir auch wieder auf dem Field gegessen, und sind sehr spät vom Bus ins Hotel gebracht worden, dort habe ich dann nur noch ein bisschen "geskypet" und bin nach dem Blog schreiben sehr müde ins Bett gefallen.

Samstag 1.9.07 , Jörg







Der letzte Trainingstag heute, bevor es morgen mit der ersten Wettbewerbsaufgabe losgehen soll. Wir nutzen die Zeit, um eine kleine Navigationsaufgabe zu rechnen und zu fliegen. Während Richard mit seinem schnellen Schirm anschließend direkt über die Stadt ChangPing fliegt, ziehen Armin und ich es vor, außen herum zu fliegen. Die Karte zeigt nicht sehr viele Details und ist auf einem alten Stand – viele neue Wohnsiedlungen im DDR-Plattenbaustil scheinen hier in den vergangenen Jahren entstanden zu sein und noch weiter zu entstehen.

Am Nachmittag findet dann die Eröffnungsfeier statt. Zuerst die offiziellen Reden. Doch dann folgt ein wirklich schönes Programm, das mit einer rasanten Vorstellung von Kung-Fu Schülern eingeläutet wird.

Der Dynamik der Jugend folgt die Weisheit des Alters – vielleicht 100 weiß gekleidete Damen mit roten Fächern bewegen sich nach chinesischer Musik im Tai-Chi.

Dann mehrere Salven von Mini-Raketen – wohl ein Symbol auf den Griff Chinas nach den Sternen. Und schon folgt der Überflug der Nationen, bei dem für Deutschland Armin mit seinem Motorschirm teilnimmt – jedes der anderen Teilnehmerländer stellt ebenfalls einen Piloten für den improvisierten Formationsflug.

Wie ein lange trainierter Formationsflug aussieht, zeigen uns die fünf chinesischen Motorschirme, die mit wohl 100 Meter langen Farbbändern die olympischen Ringe an den Himmel zaubern.

Ein Überflug von Trikes, die aus größerer Höhe fünf Fallschirm springende chinesische Schönheiten absetzten sowie die Punktlandung einer jeden der fünf jungen Frauen beendet das Show Programm.

Nicht viel Zeit dann, kurz ins Hotel und unter die Dusche gesprungen und schon sitzen wir im Bus nach „Downtown ChangPing“ wo ein großes Eröffnungsessen im wahrscheinlich besten Restaurant der Stadt gegeben wird. Obwohl noch nicht alt, ist das gesamte Gebäude im altchinesischen Stil mit viel Liebe und Aufmerksamkeit für das kleinste Detail ausgestattet.

Aber erst das Essen!!! Tyisch chinesisch, werden auf einer großen Drehplatte nacheinander immer neue Gerichte aufgetragen. „Schlemmen“ trifft diese Art der Nahrungsaufnahme vielleicht am Besten. Und das Essen mit Stäbchen geht auch immer besser. Nebenbei füllen wir so manches Essen als „dogy bag“ für Jens ab, der noch an seinem Trike rumbastelt, nachdem im ein Thermikflug unerwartet die Beschleunigerhaken entschleunigt hat.

Ich unterhalte mich im Laufe des Abends sehr ausführlich mit Jennifer, einer jungen Studentin, die sich als freiwillige Helferin für diesen Wettkampf zur Verfügung gestellt hat und unserer Deutschen Mannschaft zur Seite gestellt worden ist. Übrigens wählen die Menschen einen englischen Namen, wenn sie mit Europäern in Kontakt kommen, um es uns einfacher zu machen...

Gegen 21:00 ist das Essen zu Ende. Das ist gut so, denn morgen früh werden die Busse um 4:30 Uhr vom Hotel abfahren und für 6 Uhr ist die erste Wettbewerbsaufgabe geplant.

Sonntag , 2.9.07, Jörg

Ja, gut gelaufen ist die erste Aufgabe für mich nicht gerade.

Als wir hier kurz nach 4:30 Ortszeit – zur Erinnerung: in Deutschland ist es gerade abends halb elf – auf dem Airfield eintreffen, steht die Aufgabe noch nicht so recht fest. Es soll eine Navigation werden, so viel ist zumindest schon klar. In den kommenden Stunden rechnen wir immer neue Varianten. Und viertel nach acht haben wir dann tatsächlich fertig gerechnet. Karten zeichnen, Motoren auftanken – danke Armin, dass Du das für mich schon erledigt hast – und los geht’s zum Startdeck.

Schirm auslegen, Probelauf des Motors, einhängen ins Gurtzeug, Datenlogger einschalten und auf die grüne Fahne des Marshalls zur Startfreigabe warten.

Trotz des wenigen Windes klappt der Präzisionsstart prima, aber schon nach den ersten Metern in der Luft merke ich, dass mein Motor nur stotternd läuft. Soll ich landen gehen? Darf ich dann noch einmal starten? Wahrscheinlich ist die Aufgabe damit für mich gelaufen! Also weiter fliegen und hoffen, dass der Motor durchhält. Stotternd gewinne ich Höhe und versuche dabei, die Drehzahl des besten Motorgleichlaufs zu finden. OK, ich fliegen den Punkt an, der als Start der Aufgabe definiert ist und öffne die Trimmer und steige ins Gas. Immerhin fliege ich eine WM, bei der es heute Punkte für die längste in 90 Minuten zurückgelegte Strecke geht.

Mein Motor läuft mittlerweile ruhig und ich freue mich; in der Annahme, das vielleicht mit dem Vergaser wegen der miesen Spritqualität etwas war. Leider währt die Freude nicht lange und unmittelbar bei der ersten angeflogenen Wende "stirbt" mein FB Solo mit einem letzten kurzen Stottern. Auch einige Versuche des Wiederstarts verlaufen erfolglos.

So wähle ich eine der wenigen Freiflächen und lande direkt in einer spitzen Straßengabelung im Eingangsbereich eines der Minggräber, großer Grabanlagen aus der Zeit des 17.-19. Jahrhunderts. Die Aufmerksamkeit ist mir sicher und nachdem ich das abgerissene Zündkabel als Ursache herausgefunden habe, holt einer der Einheimischen seine Werkzeugtasche, so dass ein paar Minuten später mein Motor wieder läuft.


Leider nützt mir das überhaupt nichts mehr, denn mit der Außenlandung ist für mich für diese Aufgabe Schluss. Und jeder Gedanke an einen möglichen Wiederstart wird durch das Erscheinen eines belgischen Piloten, der mit einem Motorschaden in unmittelbarer Nähe außen landen musste, zunichte gemacht. Wenig später sehe ich über mir Armin mit seinem „SpeedMax“ vorbei sausen. Er macht es besser und quert das Zielfenster planmäßig, wie auch Richard und Jens auf ihren Trikes. Also kein Grund für mich, den Kopf hängen zu lassen.

Jetzt sieht es nach Gewitter aus; mal sehen, ob wir heute Abend noch eine Aufgabe fliegen werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Montag 3.9., Armin :

Hallo alle zusammen daheim,


Jörg geht es nach dem gestrigen Motorschaden mit Aussenlandung heute schon wieder wesentlich besser. Wir durften heute den 2. Task fliegen. Eine Thermikaufgabe!!! Beim Jörg ist es super gelaufen.

Doch nun erst mal der Reihe nach. Gestern Abend hat es leicht geregnet und somit verzichtete der Veranstalter auf einen weiteren Task. Allerdings mussten wir unsere Maschinen defuelen. Das heisst, den Sprit aus dem Tank, dem Filter und allen Schäuchen herauslassen. Nach der Rückfahrt ins Hotel und einer heissen Dusche fielen die meisten völlig erschöpft wie ins Koma. Lediglich Jörg und ich schafften es noch auf ein Bier in die Hotelbar. Dort erfuhren wir vom englischem Teamchef sehr interressante Dinge über das Motorschirmfliegen und der Verbandsarbeit in England, sowie über die englischen Erfahrungen mit der slowakischen Hydraulikwinde.

Um 23 Uhr war aber auch für uns beide Zapfenstreich und wir zogen uns in unser Zimmer zurück. Um 5:30 klingelt der Wecker um 6:00 Abfahrt der Busse zum Fluggelände, 6:30 Frühstück, seit 3 Tagen immer das gleiche Essen. Wer schon mal in Plastiktüten aufgewärmte Milch getrunken und braune, eingelegte Eier gegessen hat, verspeist auch tote Hunde! 7:00 Teamleaderbriefing. Das ZDF Team findet langsam Gefallen an diesen teils sinnlosen Diskussionen der Nationen.

Ab 9:00 werden die Motoren dann für die angekündigte Ökonomie-Aufgabe mit jeweils zwei Litern Sprit der feinsten chinesischen Braukunst befüllt. Jeweils zwei Nationen kontrollieren sich gegenseitig - uns ist Monaco zugeteilt. Die Monegassen sind richtig gut drauf und das betanken klappt sehr gut. Bei den Engländern, welche von der spanischen Nation überprüft wird, gibt es ein Problem. Damit mehr Sprit bei 2 Liter Volumen da ist, füllen die Inselbewohner doch glatt und sauber eiskaltes Benzin in den Tank. Obwohl im Biefing es ausdrücklich verboten wurde. Nun gut, das gab richtig Stunk auf dem Flugfeld. Die Engländer müssen den ganzen Sprit aus den Tanks holen und je zwei Liter handwarmes Benzin einfüllen. Aber die Prozedur dauert und das Startfenster verschiebt sich von 11:00 auf 11:30 und dann nochmal auf 11:40 Uhr.

Dann aber!!! 11:40 Präzisonsstart. Jörg startet als einer der Ersten. Ich komme um 12 Uhr in die Luft. Wir starten hier direkt an einem Stausee. Unser Flugbereich ist auf drei Berge beschränkt. Klar, dass die meisten Piloten versuchen, den nächsten Berg zu erreichen und vom Bergfuß die 550 Metern zum Gipfel Sprit sparend soarend zu erklimmen. Von unten heraus gings sehr zäh, aber wenn man mal oben war, musste man gelegentlich Ohren anlegen oder abspiralen um die maximale Flughöhe von 1000 m MSL (ca. 350 m über dem Gipfel) nicht zu überschreiten. Die thermischen Bedingungen: uhaaaaa ja,ja waia waia. Ich hatte noch niiiie 7 m/s Steigen mit meinem Speedmax 21 bei ausgeschaltetem Motor. Heute schon!!! Das war richtiges Fliegen, für grosse Jungs. Higgy konnte mit seinem Trike auch den Gipfel erkimmen.

Ach ja : Higgy ist im Moment auf dem 3. Platz im Gesamtklassement nach der gestrigen Navigationsaufgabe !!! Herzlichen Glückwunsch Higgy, weiter so. Er war heute auch in der Thermikaufgabe richtig gut, wir werden allerdings erst morgen wissen, wieviel Punkte sein ca. 1 stündiger Thermikflug erbracht hat.

Der grösster Pechvogel im Team ist unser Richard. Au mann....... Gestern hätte Richard mit seinem Trike den Navigationstask gewonnen, wenn,...... ja, wenn die Karten etwas eindeutiger wären. Richard hat den Startpunkt + Zielpunkt verpasst und für diesen Task null Punkte bekommen. Diesem nicht genug. Es kam heute noch schlimmer. Wir haben euch doch von der schlechten Spritqualität berichtet. Zwei oder drei von Euch ahnen sicherlich, was jetzt kommt: Nachdem Richard heute in den Thermiktask gestartet war, verweigerte der Motor wegen Spritmangels die Arbeit und Richard musste nach ca. 10 Min wieder landen. Wohl wenig Punkte auch für diesen Task!!! Das tut richtig weh. Aber wir alle leisten Trauerarbeit.

Ich selber habe heute erst mal lange Thermik suchen müssen, bevor ich nach 28 Minuten Motorlaufzeit den Ausschalter wegen genügender Höhe und gutem Steigen endlich betätigen konnte. Mit meiner Gesamtflugzeit von 2 Stunden und ein paar zerquetschte bin ich sehr zufrieden. Übrigens ist auch bei mir der gestrige Tag gut gelaufen. Ich bin im Moment auf Platz 9. Die Navigation konnt ich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50km/h beenden. Lediglich die Auswertung war erst a bisserl fehlerhaft. Nach einem Einspruch unseres Teamleader Richard wurde das sofort korrigiert.

Nun aber zu Jörg's Heldentat - der heutigen Thermikaufgabe. Der Mecklenburger hat es doch tatsächlich geschafft mit seinem 10 Jahre altem Solo Motor mit 2 Liter Sprit mehr als 4,5 Stunden in der Luft zu bleiben. In Worten vier einhalb!!! Wow... Damit dürfte Jörg in diesem Task den vierten Platz belegen. Klasse, Hut ab Jörg. Derzeit sitze ich mittem im Teamleaderbriefing und schreibe diesen Bericht, während Richard sich die morgigen Aufgaben briefen lässt. Was ich so mit einem Ohr mitbekomme: Morgens Kicking Sticks. Japanese Slalom. Dann irgend eine Navigation mit economy. Ui,ui...... Jörg und Higgy sind schon im Hotel, Richard sitzt hinter und Hermann sitzt neben mir und ist im Internet tätig.

Hier noch die offizielle Wertung: http://www.wpc07.org/wpc2007/index.cfm?p...2Fresults%2Ecfm

Also bis morgen - aber Ihr dürft ja vielleicht ausschlafen, wenn wir 4:30 Uhr wieder in den Bus zum Flugfeld steigen werden...

Dienstag, 4. September - Jörg

Schon fast wie Alltag, als um vier der Wecker klingelt. Für 6 Uhr ist als nächste Aufgabe „Japanese Slalom“ angesagt, drei Stangen kicken, die selben Stangen im Slalom umfliegen und drei andere Stangen kicken – alles in möglichst weniger als einer Minute. Doch es dauert, bis die grüne Flagge nach oben zeigt und die ersten Piloten wirklich starten.

Ich zeige Nerven, vielleicht liegt es am wenigen Schlaf, jedenfalls habe ich zunächst eine Startabbruch, muss den durch den Morgentau klatschnassen Schirm neu auslegen, verhänge mich mit einem Fuß beim zweiten Versuch in der Bremsleine, bekomme den Start dennoch hin und bemerke in der Luft, dass sogar meine Trimmer unsymmetrisch offen sind. Dennoch können wir Vier alle recht ordentliche Zeiten fliegen und keiner verfehlt eine Stange. Dennoch bekommen wir nicht viele Punkte, denn neu seit diesem Jahr ist eine Bewertungsformel, die neben der Zeit auch die Platzierung berücksichtigt und dem erst Platzierten zweihundert Punkte Vorsprung sichert.

Es ist ja bekannt, dass die Präzisionsaufgaben in maximal zwei Metern Höhe geflogen werden, oft aber deutlich niedriger, um evtl. Heber besser ausgleichen zu können… Terry, ein Pilot aus dem südafrikanischen Team, legt unter Mitwirkung zweier Marshalls eine beeindruckende Vorführung hin. Marschalls gibt es hier reichlich und manchmal befindet sich einfach einer von ihnen zur rechten Zeit am falschen Ort: Terry streift während des Slaloms einen Marshall mit dem Käfig, der Käfig zerschlägt ein Propellerblatt und voll beschleunigt in der Kurve versucht Terry, seinen verbleibenden „Single-Blade-Parashaker“ zu beherrschen. Das alles direkt auf einen weiteren Marshall zu, der sich Geistes gegenwärtig flach auf den Boden wirft. Wirklich SEHR FLACH! Wohl weniger als fünf Zentimeter Platz bleiben zwischen ihm und Terry’s Motor, anschließend gibt es eine große Staubwolke und der Flug ist zu Ende. Gut, dass bei diesem Stunt niemand zu Schaden kommt!

Nach dem Frühstück geht das große Warten los. Als nächste Aufgabe ist eine Navigation mit begrenzter Spritmenge angesagt. Das bedeutet zunächst, Tanks, Benzinleitungen, Filter usw. zu leeren, vom Partnerland prüfen lassen, mit in diesem Fall vier Litern Sprit zu betanken und zu Schluss alles versiegeln lassen. Klingt einfach, dauert aber eine Weile. Grund dafür ist, dass diesmal der Sprit gewogen wird, um Nachteile durch unterschiedlich warmen Kraftstoff zu vermeiden.

Zunächst gibt es nur eine Waage und das Betanken dauert im Schnitt vier bis fünf Minuten, wie Armin per Stoppuhr misst. Hundert Geräte stehen in der Warteschleife und im Schatten sind schon wieder über dreißig Grad, aber natürlich gibt es im Fuelingbereich keinen Schatten. Zum Glück sind wir Deutschen recht schnell durch und können uns die Zeit noch ein bisschen mit herumlungern, quatschen und ein erholen verbringen.

Gegen 14:30 Uhr starten die ersten Piloten und gegen halb vier auch Armin und ich; Jens und Richard wagen sich mit den Trikes etwas später in die thermischen Bedingungen.

Unsere Hoffnungen, durch Ausnutzen von Thermik die mögliche Flugzeit zu verlängern, erfüllen sich nicht so recht. Anderseits stellt sich unsere Entscheidung unmittelbar vor dem Start, den Kurs entgegen der ursprünglich geplanten Richtung zu fliegen als richtig heraus, da wir so zunächst gegen den Wind fliegen und auf dem Rückweg besser mit der verbleibenden Spritmenge taktieren können.

Unser Kurs führt uns um Changping herum, den Vorort von Beijing mit ca. 860 Tausend Einwohnern, der im Vorfeld von Olympia 2008 immer noch rasant wächst. Es ist schon beeindruckend, all die Hochspannungsleitungen, Hochhäuser, Baumreihen und Geröllfelder zu überfliegen und neben der Navigation auch immer noch landbare Flächen im Auge zu behalten. Ich erfahre, dass auch noch andere Gefahren lauern können - einen 200 Meter hoch fliegen Schnurdrachen erkenne ich und passiere ihn seitlich, als plötzlich ein weiter nur wenige Meter unter mir aufgeregt wackelt – der Eigentümer scheint in gerade schnell einzuholen. Vielen Dank!

Während Armin nach Erreichen des achten Wegpunktes mit fast leerem Tank zum Landedeck zurückkehren muss, reicht mein verbleibender Kraftstoff noch für einen weiteren Punkt. Aber dann visiere auch ich das Ziel an und erreiche es mit völlig leerem Tank, aber in komfortabler Höhe. Bei Richard sieht es deutlich knapper aus – nachdem sein Motor „stirbt“, gleitet er mit seiner Resthöhe zum Landedeck, fliegt noch einen Kreis und setzt perfekt auf. Umso beeindruckender für mich, da sein Tank in die Sitzschale integriert ist und Richard die Restspritmenge nicht sehen kann!

Beim abendlichen Briefing der Teamleader gibt es wieder Ärger: Das ZDF-Team ist anwesend und möchte gerne filmen, wie die für morgen geplante Navigationsaufgabe über die Chinesische Mauer gebrieft wird. Aber anstatt die Details der Motorverladung zu besprechen – er Start soll von einem abgelegenen Flugfeld aus stattfinden – wird die gesamte Aufgabe wegen organisatorischer Probleme vor Ort abgesagt. Großer Unmut, aber es bleibt bei der Entscheidung. Vielleicht werden wir uns am für übermorgen geplanten freien Tag selbst dorthin auf den Weg machen, denn wäre es nicht unverzeilich, 35 km entfernt von diesem grandiosen Bauwerk einen Flug-Wettkampf abzuhalten und nicht dorthin zu fliegen?

Noch ein, zwei abendliche Bier in der Bar beim Plaudern und dann wieder ins Bett, denn morgen früh um vier grüßt wieder das Murmeltier…

PS: Gestern gab es einen Retterwurf aus geringer Höhe: Ein thailändische Pilot wollte durch ein Lee und hat promt einen Klapper mit Verhänger kassiert, der seinem Schirm in eine rasante Rotation versetzt hat. Im wirklich letztem Moment (max. 50 Meter Höhe) kam endlich die Rettung, die schnell und perfekt öffnete und in unversehrt hat aufsetzen lassen. Das Besondere: der Pilot verwendet in diesem Wettkampf zum ersten Mal in seiner Pilotenlaufbahn überhaupt eine Rettung!!!

Mittwoch 5. September - Armin

Ja, täglich grüsst das Murmeltier: 4:00 klingelt der Wecker 4:30 Abfahrt der Busse zum Flugfeld. 5:00 Frühstück, 6:00 Start einer Präzisionsaufgabe.

Heute ist Kleeblattfliegen dran. Jens und Herrmann kommen mit dem 5:30 Bus, da die Trikes als letztes starten dürfen. Jörg und ich sind rechzeitig auf dem Fugfeld und starten zeitig. Ich meine, dass es heute ganz gut gelaufen ist. Als ich wieder zurück auf dem Landefeld war, landete David Sieger, ein junger Kanadier hinter mir und fragte, ob ich die Stangen richtig herum angeflogen sei??? Wieso??, klar links, rechts, rechts, links! Nein antwortete David: Rechts, links, links, rechts!!! Oh je... Ich Depp.. Ich bin völlig fertig. Es kommt ein drückendes Gefühl in der Magengegend auf. Meine Beine werden schwer... ich könnte heulen... Langsam schleppe ich mich in Richtung Startplatz. Keiner da. Nach 10 Minuten kommt Jörg zu mir. Er sieht sofort, dass irgendetwas nicht stimmt. " Was ist los"..... "Ich bin falsch herum geflogen"...... "DU IDIOT" schallt es mir entgegen - ich kann’s nur bestätigen.

"Wie herum bist du geflogen?“ – „Nun, links, rechts, rechts, links." Wir stellen fest, dass Jörg ebenso geflogen ist. Mist. Wir fangen an andere Piloten zu fragen. Alle sind die Stangen in unserer Reihenfolge geflogen. Herrmann besorgt das Regelwerk. Da steht's. Wir sind korrekt herum geflogen!!! Mir fällt ein Stein vom Herzen.

Etwas später komme ich am Lager der Kanadier vorbei. Lauter betretene Gesichter. Das gesamte Team ist das Kleeblatt falsch herum geflogen. Ich kann ihnen richtig nachfühlen, schließlich war ich für 20 Minuten auch dieser Meinung. Ein Scheiss Gefühl.

Heute Nachmittag soll eine Präzisions-Nav-aufgabe geflogen werden. Momentan wird im 1/4 Stunden Takt wird das Briefing verschoben…

Mittwoch 5. September - Jörg



Zwischen Briefing und Fliegen ist nicht viel Zeit - also schnell ein paar Happen essen, denn die angesetzte Navigation braucht einiges an Vorbereitung:

Fliege einen festgelegten Kurs mit einer uralten Karte ab und gib vorher an, wann exakt Du an den einzelnen Wendepunkten bist. Fliege die Schenkel mit möglichst konstanter Geschwindigkeit und komme nicht mehr als +/- 250 Metern vom Kurs ab, denn es gibt versteckte Tore (hidden gates), die es zu passieren gilt. Berücksichtige bei all dem den großen Trichter des lokalen Talwind Systems, der in Richtung und Tageszeit stark schwankt. Benutze einen Wetterbericht, der auf drei Karten ganz China darstellt...

Das sind die Zutaten, mit denen wir uns an die Vorbereitung machen. In allen Team-Zelten herrscht vergleichbar emsiges Rechnen wie bei uns. Ramon Morillas, Weltrekordhalter im Weitstreckenfliegen der Fußstarter und möglicher neuer Weltmeister, rechnet konzentriert alleine.
Der Flug selbst ist dann eine Herausforderung der anderen Art. So geht es in direkt über einen Bergrücken in ein schmales Tal und anschließend wieder gegen den Wind aus dem Tal hinaus. Kein sehr entspanntes Fliegen zur thermisch aktivsten Zeit!!

Anschließend wird das Fliegen etwas enspannter. Es kommt immer wieder darauf an, sich an möglichst alten Straßen und kleinen Dörfern zu orientieren. Auch Eisenbahnen und Höhenllinien sind gut geeignet. Flüsse dagegen kaum, denn die sind alle gelb-grün bewachsen und ausgetrocknet. Und auch viele der neuen, großen Straßen sind auf unserer Karte noch gar nicht eingezeichnet. Dafür gibt es merkwürdige Straßen auf der Karte, die in Wirklichkeit garantiert nicht existieren - man bräuchte Fahrzeuge, die senkrechte Wände hochfahren könnten...

Unsere Windannahmen stellen sich als recht gut heraus, und so können wir vier uns alle ganz gut behaupten. Mit meiner eigenen Leistung bin ich aber nicht 100%ig zufrieden, denn dass ich zwei der drei letzten Tore verpasse, kostet mich ca. 150 Wertungspunkte.

Abends sieht man den Piloten zunehmend die Müdigkeit an...lange Tage und kurze Nächte...

Donnerstag, 6. September - Armin

Heute ist ein Erholungsvormittag angesagt, mit einem Flug zur Chinesischen Mauer. Deshalb stehen wir "erst" um 5:30 auf. 7:00 soll das Event starten.

Jens, Richard und ich sind fast zeitgleich in der Luft, bloß Jörg trödelt wieder rum und muss uns dreien hinterher fliegen. Leider ist die Sicht recht bescheiden, so dass sich die Bergkette, auf die wir zufliegen, kaum am Horizont erkennen lässt. Wir orientieren uns am Rand des Gebirges, biegen rechts ins Tal ab. Mist, wo ist die Autobahn geblieben? Hier ist doch alles unlandbar! Ah, da, ein Taleinschnitt weiter vorne!

Wir folgen 5 Minuten der Autobahn, dann sehen wir sie auch schon, die große Mauer. Es kreisen 20…30 Schirme im Talkessel. Es ist nicht wirklich die Chinesische Mauer; es ist ein extra für Touristen restaurierter Teilabschnitt zwischen zwei Bergen, wo die Mauer hoch reicht bis auf die Gipfel.

Im Taleinschnitt ist der Wind deutlich spürbar. Stellenweise ist es richtig turbulent. Nicht schlimm, es bockt halt einfach ein klein wenig. Rechts neben mir flieg Jens in seinem Flyke. Er ist gestern zum ZDF Kameramann befördert worden und hat eine sehr unhandliche Profikamera dabei. Leider klappen die Aufnahmen nicht denn, man darf es eigentlich gar nicht sagen aber, der Akku ist leer.

Ich ziehe wie wohl alle anderen den Fotoapparat aus der Tasche und mache einige Bilder. Plötzlich bemerke ich, dass ich einen Südafrikaner ganz dicht neben mir habe und ihm fast in die Kappe fliege. Schnell weg mit der Knipse und aufs fliegen konzentrieren! Ist aber auch eine selten bescheuerte Idee 40-50 Motorschirme in einer Taldüse umherfliegen zu lassen, wohl wissend, das die Piloten alle Luftaufnahmen von der Mauer machen werden. Klar, wer will nicht ein Foto von sich haben beim Motorschirmfliegen mit der Chinesischen Mauer im Hintergrund!

Nachdem ich sich der Pulk um mich herum etwas entspannt hat, zücke ich erneut meinen Fotoapparat und mache erneut Aufnahmen von der Mauer. Plötzlich sehe ich im Augenwinkel, wie zwei Schirme am gegenüberliegenden Hang zusammenprallen. Die Kappen lösen sich sehr schnell voneinander. Beide Piloten haben nun starke Pendler, der spanische Pilot wirft sofort die Rettung, was bei einer Flughöhe von 80-90 Meter über dem Hang sicherlich die richtige Entscheidung ist. Die Rundkappe öffnet sich sofort und trägt. Der kanadische Pilot hat seinen Schirm schnell stabilisiert und fängt an zu kreisen.

Der spanische Pilot Landet mitten am Hang, ca. 30 Meter neben der Mauer. Man kann nur die weiße Rundkappe und den Schirm auf dem 2-3 Meter hohen Gebüsch erkennen. Vom Piloten ist nichts zu sehen. Plötzlich bewegt sich etwas unter dem Rettungsfallschirm. Ja, der Pilot ist OK.

Es landen vier Piloten im Tal, auf dem großen Busparkplatz ist es zum Glück kein größeres Problem. Kurz darauf sieht man die Piloten die sehr steilen Treppen hinaufeilen, um den Piloten zu helfen. Ramon Morillias, der mögliche neue Weltmeister, startet anschließend souverän wieder vom Parkplatz weg,nachdem er sich vergewissert hat dass seinem Kollegen nichts passiert ist.

Mittlerweile ist auch Jörg eingetroffen. Er hat tatsächlich ebenfalls die deutsche Flagge im Schirm, das sieht echt super aus. Ich flieg zu ihm hin. Wir beide kreisen voller Stolz über der Chinesischen Mauer. Nach 10 Minuten fliege ich mit Richard wieder in Richtung Landeplatz.

Heute werden wir sicherlich noch eine Navigationsaufgabe fliegen, aber darüber berichtet euch Jörg…

Donnerstag, 6. September - Jörg



Ich wähle den Rückflug von der Chinesischen Mauer etwas weiter um mir die Vororte von Beijing noch ein bisschen anzuschauen. Es ist schon krass, wie schnell sich das innerstädtische Bild einer Weltmetropole schon wenige Kilometer entfernt völlig wandelt...

Eigentlich ist es gar keine Navigation, sondern eher eine Mischung aus Speed und Ökonomie: Fliege ein Dreieck mit begrenzter Spritmenge in möglichst kurzer Zeit und anschließend soweit wie möglich weg vom Startplatz. Aber denke daran, rechtzeitig umzukehren, denn wenn du den Landeplatz nicht erreichst, bekommst du null Ökonomiepunkte!!

Also wieder rechnen, auch wie immer unsicheren Größe "Wind".

Armin und ich fliegen fast zeitgleich los, Armin aber etwas schneller mit seinem "Speedmax" als ich unter meinem "Mustang" - dementsprechend ist er eine Minute früher ums Speed-Dreieck. Die Mehrpunkte dafür kann ich ihm später wieder abnehmen, als durch meinen sparsameren Motor mir eine längere Ökonomiestrecke gelingt.

Richard landet ohne Restsprit mit stehendem Propeller ein. Wieder eine Glanzleistung, wie ich finde, ohne optische Kontrolle die mögliche Flugzeit abzuschätzen. Ich würde einen Herzkasper kriegen!!!

Aber auch Armin durchlebt auf dem Rückflug noch eine Schrecksekunde: Als er den Stausee zum Landefeld quert und glaubt, diesen im Gleitwinkel erreichen zu können, geht er mit seinem Motor auf Leerlaufdrehzahl. Kommt dann aber in verstärktes Sinken und will wieder Gas geben. Aber es passiert nichts - der Gasbowdenzug hat sich just beim Entspannen aus der Halterung ausgehängt!! Mit Herzklopfen und nachlassendem Sinken erreicht Armin das Landedeck.

Freitag , 07. September - Jens

Sodale heute ist (vielleicht ?) der letzte Wertungstag.
Wir sind wieder früh morgens raus zum Platz gefahren worden um uns für "Slow / Fast" fertig zu machen.

Bei dieser Aufgabe kommt es darauf an eine "Kicking - Sticks" Strecke
einmal möglichst langsam und danach möglichst schnell in ca 1,5m Höhe zu durchfliegen, das ganze mit 4 Stangen gespickt die man treten muss.

Armin und Jörg durften als eine der ersten raus, Richard und ich mussten sehr lange warten und die Bedingungen wurden etwas turbulenter.
Richard war direkt vor mir und ich konnte von oben aus der " Waiting Zone" beobachten wie er direkt nach der ersten Stange leider mit seinem Hinterrad den Boden berührte ... Bodenberührung = für den Teil 0 Punkte !

Danach war ich an der Reihe, Anflug direkt über den See, Schilfzone in 1m Höhe, dann Land und ca. 5 m später die erste Stange, also erst mal mit viel Gas angebremst die Sticks kicken, geschafft, ui, bockig am Beginn der Strecke, sicherlich durch die veränderliche Bodenstruktur im Anflug, sogleich umstellen auf "fast" und durch den Parcour BRETTERN, keine Punktabzüge, uff, und schauen wir nacher mal den Zeiteintrag.

Jörg hat sich in der "Fast-Aufgabe" etwas verzettelt und nicht vollen Speed rausholen können, schauen wir mal nach der Ausgabe des Punktestand des Teams die Plazierung. Danach habe ich mir meinen Rechner geschnappt und den ersten Teil hier getippt, de Rest des Tages nacher gleich gehts ins Briefing, es soll wohl noch eine Nav-Aufgabe kommen nacher.

 


Soooo,
wir haben gerechnet und gerechnet und gerechnet ... dann wurde alles geändert, andere Waypoints, andere Zeiten, wieder gerechnet und gerechnet, und als wir fertig waren, haben die Franzosen ihr Complain durchbekommen und der letzte Task wurde dan komplett gecancelt.
Somit ist die WM ZUENDE !!!!!

Jetzt warten wir nur noch auf die Wertung von heute morgen und die Ergebnisse stehen vorläufig fest ...
Nun trinken wir uns erst mal ein kühles Bier und entanken die Maschinen wieder, danach gehts ins Hotel zum Duschen usw.....

Mir hams geschafft Jungs

8.9.07,Jens :

Aloha, nun stehen nach vielem Hin und Her wohl die Ergebnisse fest :

PL1 (Fußstart) :

01 ESP MORILLAS Ramon
02 FRA ROUANET Mathieu
03 GBR CARNET Michel

04 FRA TOUITOU Michel
05 CZE SALAVA Frantisek
06 GBR BAILEY Paul
07 FRA CHOLLOU Ronan
08 CAN SIGIER David
09 GBR HAIRS Dave
10 POL KRZYZANOWSKI Grzegorz
11 FRA VALLÉE Pascal
12 FRA MALLARD Fredric
13 ESP GARCIA Juan José
14 GBR HINZER Karl
15 ESP SOLÁ Jose María
16 DEU APPEL,Armin
17 FRA SALINAS Nicolas
18 JPN IGARASHI Ryoya
19 CZE BREZINA Pavel
20 ESP MALDONADO GARCÍA César
21 CZE STEPAN Pavel
22 GBR BEAUMONT Laura
23 DEU MAASS,Joerg
...
...
...
...
68
---------------------------------------------------------------

PL1 (Trikes)

01 ESP CRESPO VALDÉZ Daniel
02 POL KUDASZEWICZ Tomasz
03 CZE MACHARTOVÁ Michaela
04 POL ROMICKI Krzysztof
05 CZE MATOUSEK Petr
06 ESP ESCOLAR Francisco José
07 DEU HICKEN,Jens
08 GBR SHEPHERD Andrew
09 ESP REDONDO Alfonso
10 POL PASKA Adam
11 DEU KRUEGER-SPRENGEL,Richard
...
...
...
19

--------------Nationen TeamWertung--------------
Team PF (Fußstart)
01. FRA
02.GBR
03.ESP
04.POL
05.CZE
06.CHN
07.CAN
08.JPN
09.ZAF
10.BEL
11.DEU
12.THA
13.MCO
14.BRA
15.RUS
16.KOR
17.NLD
18.SAU

Team PL (Trikes) :

1.ESP
2.CZE
3.POL
4.GBR
5.DEU
6.CHN
7.AUT
8.KAZ
9.KOR

Jörg :

Der Wettkampf ist zu Ende, die Complains der Franzosen und Spanier laufen noch, und wir nutzen den Tag um doch noch ein
Stück mehr von China zu sehen und zu erleben als nur das Flugfeld, das Hotel, und den Weg im Bus dazwischen.
Richard tankt sein Trike richtig voll und schwingt sich gen Norden in die Lüfte. Er möchte noch einmal einen Blick auf die "echte" chinesische Mauer abseits der Touristenabschnitte erhaschen.
Jens lässt sich im "Hotspring Resort" mit Schwimmbad, Sauna, warmen Bädern und Massagen vormittags verwöhnen, nachmittags treffen sich Jens , Richard, Hermann, Jennifer und die Ösis um sich die Ming Grabstäten anzuschauen.

Armin und ich haben einen chinesischen Taxifahrer für den gesamten Tag und eine Liste mit chinesischen Schriftzeichen, die in vier Punkten unsere Tagesplanung enthalten.
Zunächst zum Sommerpalast, einem grandiosen Park aus dem 17. Jahrhundert mit vielen Palastanlagen, Wegen, Grotten, Seen und alles, was die Kaiserfamilie begehrte, wenn sie der sommerlichen Hitze des Kaiserpalastes in der verbotenen Stadt entfliehen wollte. Durch die Engländer / Franzosen 1860 zerstört und zur Plünderung freigegeben, erfolgte der Wiederaufbau schon Ende des 19. Jahrhunderts.

Als eine der ganz großen Sehenswürdigkeiten gibt es entsprechend viele Touristen um uns herum. Interessant auf alle Fälle, halten wir uns doch in einem sehr fremden Kulturkreis auf. Wir kommen aus dem schauen, staunen, fotografieren und unserer Begeisterung kaum heraus!

Unser Taxi finden wir leicht wieder, ohne von den sicherheitshalber gespeicherten GPS-Daten Gebrauch machen zu müssen, und weiter geht es zum Himmelstempel quer durch Beijing. Überall wird gebaut, an allen Ecken ist zu sehen, wie sich die Hauptstadt auf die Olympiade im kommenden Jahr vorbereitet. Und ebenso sichtbar ist, wie viel noch zu tun ist.
Obwohl heute kein besonders diesiger Tag ist, brennen und tränen sowohl Armins als auch meine Augen und wir verstehen, warum der Wettkampfort Changping hier als Erholungsort gehandelt wird. Im Zentrum ist die Luftverschmutzung einfach noch mal deutlich stärker als an der Peripherie!



Der Himmelstempel ist aus dem frühen 15. Jahrhundert und war über lange Zeit das wichtigste Heiligtum des Kaiserreiches. In großen Zeremonien wurden Tieropfer dargebracht und um eine gute Ernte zu bitten.Interessant ist die Mischung aus alter Kultur und alltäglicher Kultur - während an den Tempelanlagen hunderte und tausende Touristen wandeln, gibt es im umgebenden Park viele Menschengruppen, die gemeinsam singen, tanzen, spielen, Drachen steigen lassen oder sich im Schatten einfach erholen.Wieder gehts zum Taxi, weiter gehts nach Hutong, einer alten Wohngegend im Norden Beijings, die eine interessante Mischung aus lebendiger Wohngegend, kleinen Läden, Rikschas für Touristen und bunten Menschen bietet. Bei einem Bier finden wir nach den vorherigen interessanten, aber auch anstrengenden Stunden Entspannung und Gelassenheit. Wir bummeln durch die Gassen, schauen in Läden, riechen an unterschiedlichen Teesorten und finden ein tolles Restaurant, in dem

"Mongolian BBQ" angeboten wird. Ein Kupferkessel mit brennenden Kohlestückchen gefüllt und von unten mit angeblasen, bis alles glüht, kommt in eine Öffnung auf dem Tisch. Umgeben von einem Wasserbad dauert es nur wenige Augenblicke, bis das Wasser kocht und sprudelt. Da hinein werfen wir mit unseren obligatorischen Stäbchen die Fleisch- und Fischstückchen, bis diese gar sind, tauchen sie in eine würzige Soße und ab gehts in den Mund. Salat, frischer Koriander, Chiliöl und fein gehackte Zwiebeln - so köstlich kann Essen sein!
Der abschließende Abstecher zu einer empfohlenen Kneipenstaße mit viel Musik erweist sich dagegen als Touristennepp der Oberklasse. Laut, aufdringlich und teuer - da fällt es uns nicht schwer, den Heimweg anzutreten. Schwerer schon, selbigen zu überleben. Unser Taxifahrer scheint Feierabend haben zu wollen. Mit 80 km/h durch den Abendverkehr in der Stadt - kein Problem. Überholen auf dem Standstreifen - selbstverständlich. Und wer wird sich denn durch rote Ampeln terrorisieren lassen. Wir sind froh, heil aussteigen zu dürfen.

Ab ins Bett, so müde sind wir. Oder doch noch die Party der Spanier suchen? Natürlich - und so werden die Witze bald
satzweise simultan übersetzt. Das ist manchmal lustiger, als der Inhalt der Witze selbst!!
Morgen werden wir unsere Motoren wieder versandfertig machen.
Jens hat sich noch das Elektrofahrrad von den Engländern übernommen und will die wichtigsten Teile für sein Flyke mitnehmen...

Sonntag 9.9.07 - Joerg

Der Wettkampf ist zu Ende, wir schlafen aus und packen unsere beiden Trikes und die Motoren der Fuss-Starter wieder auf unsere Palette. Diesmal etwas flacher als auf der Hintour, um Versandkosten zu sparen, die leider nach Volumen und nicht, wie zunaechst gedacht, nach Gewicht berechnet werden. Die Stimmung ist entspannt und es kommt fast so etwas wie Wehmut auf, als wir zum letzten Mal ueber das Flugfeld laufen - zur Siegerehrung. Und Oskar Diez, den Insidern als mehrfacher Wettkampfleiter des Deutschen Motorschirmpokals und aktiver Mitstreiter der Szene bekannt, hat gerade beruflich in China zu tun und nimmt sich die Zeit, die Siegerehrung mit bei der deutschen Mannschaft zu sein.

Die Spanier raeumen so richtig ab und die spanische Nationalhymne bekommt durch ueberhaeufiges Abspielen fast einen Jingle-Charakter. Aber auch die Englaender und die aus zwei Piloten bestehende litauische Nationalmannschaft darf einmal auf das hoechste Treppchen steigen. Der Sekt fliesst in Stroemen und so mancher Geehrte verlaesst das Siegertreppchen tropfnass!

Dann geht es zum Abschluss-Bankett in ein nahe gelegenes Hotel. Als nach dem reichhaltigen und wie immer geschmacklich spitzen-maessigen Essen die Stimmung zunehmend ausgelassen wird, scheinen die Angestellten ob der europaeischen Ausgelassenheit etwas ueberfordert zu sein - einige Serviererinnen verstecken sich hinter den Vorhaengen, als das grosse T-Shirt tauschen losgeht.Dank Hermann und Jens koennen wir unserer chinesischen Betreuerin ein schoenes Abschiedsgeschenk ueberreichen und erhalten auch jeder einen kleinen Gluecksbringer von ihr.Aber alles hat ein Ende und hier wird selbiges durch ein "Thank you for joining our farewell dinner. The party will be finished in five minutes - please go to the busses now" angekuendigt.Ein toller Wettkampf geht zu Ende. Danke schoen an alle Beteiligten! Ich hatte als "WM-Neuling" viel Spass in unserem kleinen deutschen Team. Ein grosses Danke auch dafuer an Richard, den souveraenen Teamchef und seinen Assistenten Hermann; an Jens (Higgy) - stets gut drauf und immer gut mit seinem Flyke unterwegs und besonders an Armin, der mich im Vorfeld motiviert und immer wieder unterstuetzt hat. Armin hat schon angekuendigt, eine kleine Zusammenfassung mit Nachtrag zu verfassen. Im kommenden Jahr wird die dann stattfindende EM fast ein Heimspiel, liegt doch Torun in Polen fast vor unserer Haustuer!Und den am Sonntagnachmittag in der Sportreportage gelaufenen Beitrag findet Ihr im Internet:Ihr geht auf www.zdf.de - dann oben au "ZDF Mediathek" klicken (neues Fenster öffnet sich)- dann oben rechts den Suchbegriff "Paramotor" eingeben und suchen- den gefundenen FIlm durch draufklicken startenSo, ich verlasse jetzt das Internet-Cafe in Moskau-Sheremetjevo und steige in den Flieger nach Berlin...

Armin :

Bewölkt mit zeitweisem Niederschlag und weiterhin kühl? ist der erste Wetterbericht, den ich nach unserer Ankunft aus China zu hören bekomme. Kalt und regnerisch ist es in Deutschland! Da wünsche ich mich gerne in das freundliche und warme China zurück. Andererseits freue ich mich, müde aber gesund nach Hause zu kommen. Wir sind wieder daheim!

Ich kann die gewonnenen Eindrücke noch gar nicht richtig fassen. Es war ein sehr langer und anstrengender Weg, den wir vier Piloten und Hermann als Assistent zusammen gegangen sind. Allein die Vorbereitungen der letzten Monate würde ein ganzes Buch füllen.

Seit der Württembergischen Meisterschaft 1996 in den Vogesen fliege ich ununterbrochen Wettkämpfe. Aber noch nie habe ich eine solche Wärme und Geborgenheit innerhalb einer Mannschaft gespürt. Rückblickend möchte ich sagen, dass dieser Wettkampf das Highlight meiner bisher elf-jährigen Wettkampflaufbahn ist!

Wir sind mit dem Wissen zurückgekommen, dass in der deutschen Nationalmannschaft ein freundschaftlicher, kollegialer Teamgeist herrscht. Unser Engagement und sportliche Fairniss hat, einmal mehr, andere Nationen beeindruckt. Sicher wäre es schön gewesen, auf dem Siegerpodest zu stehen. Aber bei zwei Piloten in der Trikeklasse und zwei Piloten in der Fussstarterkategorie fehlt uns einfach der jeweils dritte Mann für eine komplette Mannschaft.

Andere Nationen haben bis zu sechs Teilnehmer in jeder einzelnen Klassen anmelden können! Da fällt der verpatzte Durchgang eines einzelnen Piloten viel weniger , um nicht zu sagen garnicht ins Gewicht. Bei uns zählte jeder einzelne Punkt und wenn man auch noch vom Glück verlassen wird und wegen einer verstopften Benzinleitung oder einem Kabelbruch vorzeitig am Boden steht, kann man trainiert haben, soviel man will.

Dennoch denke ich, dass wir uns wacker geschlagen haben und mit unserer Leistung zufrieden sein können. Mir hat diese WM gezeigt, dass sich der Aufwand lohnt. Und ich weiss, was ich an meinem Flugstil und meiner Ausrüstung entwickeln muss, um in Zukunft noch ein Stück weiter vorne mitfliegen zu können.

Durch die Anwesenheit des ZDF Kamerateams und das Ausstrahlen eines acht-minütigen Fernsehbeitrags zur besten Sendezeit, konnten wir unseren Sport sicher populärer machen; eine bessere Werbung für unseren Sport kann ich mir nicht vorstellen.

Die kommende EM 2008 findet in Polen, also praktisch vor unserer Haustür statt und ich hoffe, dass wir dort mit einer kompletten Mannschaft starten werden. Für mich wäre das ein riesiger Motivationsschub!

Abschliessend möchte ich mich beim gesamten Team bedanken und besonders beim Jörg, für die tolle Zeit die wir gemeinsam verbringen durften. Ein extra Dankeschön jedoch an Richard. Ohne die logistische Abwicklung durch ihn und seine Mitabeiter wäre der Aufwand für uns um ein vielfaches höher gewesen. Danke Richard!

Happy Armin Appel

Jens:

Ich schliesse mich hier an und danke ebenfalls Richard, der Firma Helix, für die geleistete Arbeit und Unterstützung.
Ein solches Team steht und fällt mit dem Leader und wir hoffen auch in Zukunft auf seine Hilfe.

Auch danke an Hermann, der beim nächsten mal vielleicht ja schon als Teilnehmer dabei ist.